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Buchtipp

Büchersamstag: Neue Serie

Ab heute wird es an dieser Stelle einen neue Blogserie geben. Die Serie heißt Büchersamstag und stellt Neuzugänge und alte Lieblinge aus unserem Bücherregal vor. Oder besser gesagt aus unseren diversen Bücherregalen, denn wir sind ziemlich bücherverrückt. Zum Glück haben wir inzwischen durch ein Kind im Haushalt auch die offizielle Legitimation Kinderbücher zu erwerben. Als pädagogische Maßnahme sozusagen. Denn erworben haben wir die Kinderbücher eigentlich schon vorher. Das Bücherthema wird sich nicht auf ein bestimmtes Genre begrenzen, denn es gibt einfach viel zu viele tolle Exemplare. Bücher begleiten mich täglich. Trotz Internetsurferei, Pinterest, Facebook und Co. . Ich mag das begrenzte Stöbern, wenn ich nach Inspiration suche. Nehme mir 3-4 Bücher zu einem Thema aus dem Regal und beginne darin zu blättern. Ganz analog. Mit Post-It und Notizblock.

Ich bin ein großer Pinterest-Fan. Meine digitalen Pinnwände wachsen täglich und die Plattform ist für mich zu einem sehr wichtigen Arbeitstool geworden, das mich sehr oft auf neue Gedanken bringt und eine Fülle von Inspiration birgt. Aber das ist auch oft Segen und Fluch zugleich. Denn man kommt vom Hundertsten ins Tausendstel. Von einer Idee zur nächsten, ist völlig high von so viel Input und dann geht einem auf einmal die Puste und oft auch die Zeit aus, und die Zeit mit Kind ist besonders rar gesegnet. Aber wem sag ich das … Beschränke ich mir dagegen auf ein paar wenige Quellen als Inspirationsgeber und spinne dann daraus meine eigenen Ideen weiter, kommt oft mehr heraus und
ich bin schneller am Ziel – obwohl ich mich für langsames Blättern und gegen das rasend schnelle Internet entschieden habe.

Seit ich 2014 mein erstes DIY-Buch geschrieben habe, ist außerdem der Aspekt des Buch „Selbermachens“ dazugekommen. Eine wirklich großartige Sache, die ich nicht mehr missen möchte (gerade denke ich viel über ein neues Buchthema nach, es juckt schon wieder in den Fingern.) Ob Autor sein oder Gestalter, an einem Buch zu arbeiten und dann das fertige Produkt in den Händen zu halten ist ein so großartiges Gefühl, dass sich wunderbarer Weise nach Selbstverwirklichung anfühlt.

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Und mit einem Buch, das sich dem Thema Selbstverwirklichung widmet möchte ich starten. Es heißt Kunst, Kommerz und Kinderkriegen von André Hennen einem selbstständigen Texter geschrieben und vor kurzem im tollen Verlag Hermann Schmidt erschienen. Es widmet sich der Frage, die sicherlich alle Kreative einmal umtreibt: Bin ich der Typ für die Festanstellung, der vielleicht in einer großen Agentur eine klassische Karriere machen möchte oder der Freelancer, der frei für Firmen und Agenturen gebucht wird? Oder eher der Unternehmertyp, der die Selbstständigkeit anstrebt und vielleicht sogar eine eigene Firma gründen möchte. Und wie ist das eigentlich mit dem Familiengründen? Gibt es da den richtigen Zeitpunkt? Selbstständig und Kinderkriegen, passt das überhaupt zusammen?

kunstkommerzbuchvorstellung

Ich habe mir viele dieser Fragen schon für mich beantwortet und eigentlich bin ich nicht mehr die Zielgruppe von diesem Buch. Denn es richtet sich vor allem an diejenigen, die davor sind diese Schritte zu tun oder eben nicht. Trotzdem habe ich es in einem Rutsch gelesen, denn es ist trotz trockenem Fachbuchthema sehr entspannt und locker geschrieben und bietet doch sehr viele wichtige Fakten, die man wissen sollte, wissen muss. Es ist ein gutes Nachschlagewerk, wenn es um Karriereplanung geht und wenn man es mal genau wissen möchte, wie unterschiedlich man sein kreatives (Arbeits-)Leben gestalten kann. Man bekommt vor Augen geführt, dass der „krasse“ Weg des Kündigens eigentlich gar nicht so krass ist. (Und da ist was Wahres dran, ich weiß wovon ich rede …) und eingebläut wie wichtige ein Portfolio für einen Kreativen ist. Mit ein Punkt, warum ich es endlich geschafft habe, mein Portfolio nach 6 Jahren zu aktualisieren. Das Buch ist wunderschön gestaltet, innen wie außen. Der Kork-Leinenumschlag mit Siebdruck und Bronzeprägung ist ein optisch und  haptisches Aha-Erlebnis. Und das klare, übersichtliche Layout der 244 Seiten erlaubt auch ein schnelles, späteres Nachschlagen, falls man sich mit einem Kapitel nochmal intensiver beschäftigen möchte. Einen kleinen Kritikpunkt habe ich. Aber das liegt wahrscheinlich daran, dass wir uns gerade mitten in dieser Phase befinden: Ich finde das Thema Familiengründung und selbstständig sein hätte man fast noch etwas intensiver behandeln können. Denn gerade als Familie mit zwei selbstständigen Kreativen ist man ein ganz schöner Sonderling, die viele Ämter so gar nicht zu kennen scheinen (da hab ich ja hier schon mal etwas dazu geschrieben). Aber vielleicht ist das auch einfach nochmals ein ganz eigenes Buchthema wert. Ich kann Euch das Werk von André Hennen auf jeden Fall sehr empfehlen.
kunstkommerzbuchvorstellung2

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3 Comments

  • Reply Franzy vom Schlüssel zum Glück

    Also vom Inhalt des Buches mal abgesehen: der EINBAND ist ja schon der HAMMER!
    Alleine deshalb würde ich es kaufen.. sowas will man doch unbedingt in der Hand halten, oder?

    Viele liebe Grüße

    Franzy

    30. Oktober 2016 at 20:39
  • Reply Katrin

    Ein regelmäßiger „Büchersamstag“ klingt toll und ich bin schon sehr gespannt auf die nächsten Schmökerempfehlungen

    8. November 2016 at 10:26
    • Reply Julia

      Das freut mich! Ich nehme mir fest vor es durchzuhalten und wirklich jeden Samstag etwas zu posten. Unser Bücherregal gibt es auf jeden Fall her ;)

      8. November 2016 at 15:12

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