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Achtsamkeit, Kind und Kegel

Das Glück in kleinen Stücken

Amperspaziergang, Dachau

Darf man am 10. Januar noch ein schönes neues Jahr wünschen? Ich behaupte jetzt einfach mal ‚ja‘ und hoffe, Ihr seid gut hineingerutscht. Auf dass es ein Jahr wird, in dem die guten Nachrichten überwiegen.
Eine längere Pause machen hat gut getan und jetzt juckt es wieder in den Fingern. Doch wie an jedem Jahresanfang brauche ich ein Weilchen, um so richtig zu starten. Ein komisches Gefühl zwischen Hummeln im Hintern und nicht in die Gänge kommen ist das.

Wir waren am Wochenende zu einer kleinen Neujahrsfeier bei meiner Freundin Nicola eingeladen und sie hatte die schöne Idee, dass sich jeder Gast eine Popcorntüte mit seinem persönlichen Neujahrswunsch aussuchen kann. Ich habe mich passend zum Blog für Glück entschieden, denn da kann man immer eine große Portion im Leben brauchen. Doch was bedeutet für mich eigentlich Glück? Zum Jahresanfang ein paar Gedanken von mir dazu:

Vor fast genau einem Jahr hab ich mich in einem Blogartikel damit beschäftigt, ob ich mich verändert habe seit ich Mama bin. Ich bin zu dem Entschluss gekommen: Ich selbst habe mich nicht verändert, aber unser Leben komplett.
So kann ich das jetzt nicht mehr stehen lassen, denn auch ich habe mich definitiv verändert. Vor allem meine Einstellung zum Glück. Ich bin achtsamer geworden, was das Glück angeht, weiß Dinge zu schätzen, die ich vorher vielleicht eher als selbstverständlich hinnahm.

 

Gluecksmomente 2017, achtsam, dankbar

Hier kommen meine 10 persönlichen Glücksmomente:

#1
Gemeinsam – zu dritt sein

Wir sind beide selbstständig und das hat den positiven Effekt, dass wir uns unsere Arbeitszeit sehr frei einteilen können. Manchmal sogar fast 50/50 unser Kind betreuen. Ich weiß, dass das ein großer Glücksfall ist, der selten so in der Praxis funktioniert. Aber es geht und dafür bin ich sehr dankbar. Nicht von ungefähr verwendet Justus gerne den Begriff „Mapa“. Er ist es gewöhnt uns beide gleichermaßen um sich zu haben. Das hat natürlich auch zur Folge, dass er mal Papa schreit, wenn ich mit ihm alleine unterwegs bin. Aber das halte ich gerne aus.

#2
Allein sein

Was hat man vor dem Kind eigentlich mit der ganzen Zeit angestellt? Diese Frage kann ich völlig nachvollziehen. Um so effektiver und schneller wird man, wenn man mal eine Stunde Zeit hat, etwas für sich zu tun. In Ruhe einen Kaffee kochen und einen Blogartikel schreiben. Oder gemütlich duschen. Das schätz ich sehr.

#3
Ein gesundes Kind

Nur 2 Wochen Kinderkrippe und wir haben schon sämtliche Krankheiten durchgemacht. Und ich ahne, dass die nächste Krankheitswelle schon vor der Tür steht. Um so dankbarer ist man, mit einem gesunden, gutgelaunten Kind zu spielen. Eine ruhige Nacht zu haben und ausgeschlafen aufzuwachen.

#4
Arbeiten können

Ich bin so gerne Mama. Aber ich bin auch so gerne kreativ. Arbeit ist für mich nicht nur Sinn und Zweck, sondern mein Schaffen gehört zu meiner Persönlichkeit dazu. Deshalb freue ich mich in 2017 wieder mehr zu arbeiten. Wenn das mit der Krippen-Eingewöhnung gut klappt. Denn da haben wir gestern wieder bei Null angefangen und es war einfach der Wurm drin. Heute lief es dafür schon viel besser und ich bin wieder etwas optimistischer.

#5
Mut und Souveränität

Ein Kind zu haben bedeutet für mich mit Alltagsdingen souveräner umzugehen. Denn die Zeit ist wertvoller geworden als jeh zuvor. Deshalb überlege ich genau, was ich mit meiner Zeit anstelle und versuche Zeitfresser zu vermeiden. Auch Arbeit, die mich nur stresst und keinen Spaß macht. Ich merke, dass ich mutiger geworden bin, mal ‚Nein‘ zu sagen und souveräner auftrete. Und der Mut lohnt sich. „Do more of what makes you happy.“ Genau.

#6
Perspektivwechsel

Mit den Augen des Kindes sehen … schon ein bisschen abgedroschen diese Redensart. Aber es ist so viel Wahres dran. Wieder alles neu entdecken zu können und Dinge, die man sonst gar nicht mehr so realisierte, wieder bewusst zu erleben. Ist Euch schon aufgefallen, wie viele Sterne gerade in der Weihnachtszeit um uns herum glitzern? An Häusern, auf Teetassen, an Fensterscheiben und Pullis. Überall „Terne“. Das weiß ich jetzt wieder ganz genau.

#7
Inspiration
Wenn ich mehrere Tage keine neuen Einflüsse habe oder die nächsten Wochen keine Reise ansteht, werde ich unruhig. Das war schon so, als ich ein Kind war. Da wollte ich jedes Wochenende einen Ausflug machen. Neue Dinge entdecken und Erfahrungen machen. 2017 haben wir uns schon einiges vorgenommen und schon einiges fest gemacht. Momente in denen ich neue Inspiration sammeln kann, sei es auf Reisen, bei Spaziergängen oder beim Surfen durchs Internet, sind wahre Glücklichmacher für mich.

#8
Frische Luft

Noch nie war ich so oft draußen. Wenn man ein Kind hat, macht man täglich lange Spaziergänge und ist viel in der Natur. Wie gut das tut. Ich will das gar nicht mehr missen und auch, wenn ich jetzt wieder mehr arbeiten werde noch viel draußen unterwegs sein. Egal bei welchem Wetter. Frische Luft macht glücklich. (Das Titelbild ist übrigens letzte Woche an der Amper entstanden. Justus ist eingeschlafen und ich hatte einen Moment für mich. Viel frische Luft, blauer Himmel und strahlender Sonnenschein. Glück eben.)

#9
Freunde- und Familienzeit

Wie bei #5 schon erwähnt. Zeit ist noch kostbarer geworden. Deshalb nehme ich mir am liebsten Zeit für mein Kind, meine Partnerschaft, Freunde und Familie. Nicht so einfach. Aber wenn es wieder einen Tag oder nur eine Stunde gab, an dem das Zeit nehmen gut geklappt hat, bin ich dankbar und sehr glücklich.

#10
Neue Wege gehen

Wir versuchen das mit unserem Elternsein etwas unkonventioneller anzugehen und überlegen viel, wie es so weitergeht mit Familie, Arbeit und Leben. Wir versuchen da neue Wege zu finden, um alles im Gleichgewicht zu halten. Wir möchten weiterkommen, aber nicht auf Kosten unserer Dreisamkeit. 2016 hat das schon sehr gut geklappt und wir arbeiten weiter an unseren Träumen. Wenn Freunde und Bekannte sagen, dass sie sich das als Vorbild nehmen, wie wir das machen, ist das eine tolle Bestätigung und macht mich wirklich glücklich. Wir sind auf dem richtigen Weg.

Ich beschränke meine Glückmomente jetzt einfach mal auf 10. Sicherlich werden mir immer wieder neue Momente einfallen, die unbedingt noch auf die Liste sollten, aber ich denke, einige wichtige sind auf jeden Fall dabei. Fällt euch noch ein wichtiger persönlich Glückmoment ein, den ihr 2017 auch nicht missen wollt?

 

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