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Buchtipp, Selbstgemacht

Shibori
– Batiken auf japanisch

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Mit 16 haben wir regelmäßig Batik-Nachmittage veranstaltet. Ich habe Freundinnen eingeladen und wir haben unsere T-Shirts in die Farben des Regenbogens getunkt und viel Spaß dabei gehabt. Getragen wurden die kunterbunten Textilien vielleicht mal im Sport, im Schwimmbad oder als Schlafshirt. Es ging eher um das Färben an sich, gemeinsam an einem schönen Sommertag kreativ zu werkeln. Dann war es lange ruhig an der Batik-Front. Ich habe lieber andere Kreativ-Techniken ausprobiert und die 70s-Muster waren mir einfach ein Stück zu psychedelisch, um sie im Alltag zu tragen.

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Schon vor einiger Zeit kam dann der Shibori-Trend auf. Batiken nur mit Indigo, reduziert und monochrom, Färben nach japanischer Manier. Ich habe mich schon letztes Jahr mit der Färbetechnik beschäftigt, kam aber nie dazu es selbst auszuprobieren. Mein Pinterest-Board füllte sich stetig, aber aktiv wurde ich nicht.

Dann habe ich einer Freundin das großartige Buch über Shibori von Renna Deluxe geschenkt und einen damit verbundenen DIY-Nachmittag. Endlich wieder mehr in die Praxis umsetzen, hatten wir uns vorgenommen. Zudem besorgte ich mir noch das etwas kleinere Buch Shibori von Johanna Rundel, welches bei Edition Michael Fischer erschienen ist und wir legten an einem heißen Sommertag letzte Woche los.

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Wir haben in unseren Schubladen gewühlt und alte Shirts, Betttücher, Mullbinden und Babybodys ausgegraben. Überhaupt Babyklamotten, die weißen mit den Flecken, die einfach nicht mehr rausgehen, eignen sich perfekt zum Färben, um wieder ein ansehnliches Teil daraus zu zaubern.

Bei Shibori wird gewickelt, geknotet und gefaltet. Es gibt wirklich unzählige Färbearten und wir haben nur einen Bruchteil ausprobiert. Als Helfer eignen sich Haushaltsgummis, Paketschnüre und Klammern aller Art. Oder auch kleine Holzplatten oder CD-Hüllen, zwischen die ihr euer Textil spannt.

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Ich hatte diese Indigo-Farbe besorgt. Wer es einfacher haben will geht in den Bastelladen oder schaut in der Drogerie nach bekannten Färbemittelherstellern. Wichtig beim Färben: Immer Gummi-Handschuhe an, denn das Blau ist hartnäckig und färbt auch die Haut richtig gut. In einer kleine Babywanne haben wir unsere Stoffpakete mit einem Holzstab gerührt. Falls ihr auch so färben möchtet: Wundert euch nicht die Brühe ist zunächst Grün und nicht blau und auch der Stoff färbt sich grünlich. Erst wenn die Farbe an die Luft kommt und die Stücke zum Trocknen beginnen, kommt das leuchtende Blau zum Vorschein. Auch ein Prozess, der uns total Spaß gemacht hat und über den wir sehr gestaunt haben. Batikzauberei!

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Unser Fazit nach diesem Nachmittag: Öfter wieder solche DIY-Nachmittag veranstalten, es mach so einen riesen Spaß. Die beiden erwähnten Bücher sind beide sehr empfehlenswert, geben jede Menge tolle Inspiration und praktische Tipps. Und die Teile, die wir gefärbt haben, werden wir tatsächlich nicht nur als Schlafshirt tragen, denn sie sind wirklich besonders schön geworden. Also so lange noch die Sonne scheint: Raus in den Park oder in den Garten und die Wäscheleine auspacken. Sicherlich macht euch so eine Batik-Aktion genauso viel Spaß wie uns!

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2 Comments

  • Reply johannarundel

    Hach ja, da denke ich wehmütig an das halbe Jahr zurück in dem ich fast täglich für mein Buch im Farbzuber gerührt habe… und dann freudig, entzückt die Ergebnisse bestaunt. Eure Färbestücke sind aber auch echt alle traumhaft schön geworden! GLG aus Frankfurt
    Johanna

    10. Juli 2017 at 21:54
    • Reply Julia

      Liebe Johanna, oh ja das glaub ich. Solche Zeiten sind großartig :) und dein Buch ist auch wirklich so schön geworden!

      15. Juli 2017 at 08:07

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