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Kind und Kegel

    Kind und Kegel

    Kind und Kegel: Was hat sich verändert?

    Selbstständigkeit, Kind, Elterngeld, KSK, Kreative, Mutterschutz

    KindundKegel

    Ich habe mich sehr über die Kommentare und die Resonanz zu meinem Artikel Kind und selbstständig – ein Selbstversuch gefreut. Und auch gesagt, dass ich bald mehr darüber schreiben möchte. Besonders zur Frage: »Hast Du Dich / Hat Dein Leben sich mit dem Kind komplett geändert?«. Mit der Frage habe ich mich viel beschäftigt als ich schwanger war, ich habe viele Artikel gelesen. Von Müttern, die ihr Müttersein bereuen. Von Müttern, die sich völlig überfordert fühlen oder Mütter, die nur noch das Muttersein zulassen, sonst nichts mehr. Das hat mir ehrlich gesagt ganz schön Angst gemacht.

    Ich habe mich so auf unser Kind gefreut, unser selbstständiges Leben vor dem Kind aber auch sehr genossen und so habe ich mich oft gefragt, wie das so sein wird als selbstständige Eltern. Und all diejenigen, die vielleicht gerade in der selben Situation stecken, denen vielleicht ähnliche Fragen durch den Kopf gehen, möchte ich auch mit diesem Artikel die Angst nehmen und Mut machen.
    Unser Leben hat sich sicherlich komplett geändert, aber wir sind die alten geblieben.
    Ein Kind zu haben ist etwas Wunderbares, ich würde es jedem raten, es war einfach die beste Entscheidung: Justus ist Prio 1. Das allerwichtigste ist, dass es ihm gut geht. Wir sind immer wieder hin und weg, wenn er uns anstrahlt und brabbelt, neue Dinge begreift. Als der Kinderarzt bei der U4 „sehr ausgeschlichenes Kind“ in unsere Unterlagen vermerkte, waren wir mächtig stolz. Wir wissen, ein Kind zu haben ist nicht selbstverständlich und wir sind unendlich dankbar dafür. Wir genießen sehr unser neues Leben zu dritt.

    Doch der kreative Mensch, der diese Kreativität auch ausleben möchte ist geblieben. Mir ist meine Selbstständigkeit nach wie vor sehr wichtig und ich liebe, was ich tue. Mir geht es darum nicht, jemand anderem zu beweisen: ich schaffe das alles, ich bin eben eine Powerfrau. Sondern die Kreativität ist ein großer Teil meiner Persönlichkeit, die mir sehr fehlen würde. Ich brauche täglich Inspiration, die ich in mir aufsauge, genauso wie ich Kanäle brauche, durch die ich meine Kreativität ausdrücken muss. Das hat sich durch das Muttersein nicht geändert. Gestalterisch arbeiten zu können ist ein wichtiger Ausgleich, der mich unausstehlich macht, wenn er mir fehlt.

    Wir haben diese Woche unser drittes Buch zu Ende gebracht. Es heißt „Kreatives Kinderzimmer“ und wird schon im März erscheinen. (Ich werde bald mehr dazu schreiben!) Eigentlich war der Plan, das Buch zum größten Teil noch vor der Geburt fertig zu bekommen. Das hat natürlich nicht geklappt. Wir haben nach der Geburt vier Wochen Pause gemacht und haben dann weiter gebaut, gebastelt, getextet, fotografiert und gelayoutet. Andere schütteln vielleicht jetzt den Kopf und sagen: »Genießt doch die Zeit mit dem Kind, die geht so schnell vorbei!« Da kann ich nur antworten: Das haben wir: in vollen Zügen, aber wir haben es auch sehr genossen zusammen an diesem Buch zu arbeiten.

    Und das ist, glaube ich ein sehr wichtiger Punkt. Das „Wir“: damit Projekte und Muttersein funktionieren, gehören mindestens zwei dazu. Ein Partner, der die Lebenseinstellung teilt und der einem unterstützt. Ich habe das große Glück so einen zu haben. Ich beobachte leider immer wieder, dass sobald ein Kind da ist, wieder die klassischen Rollenmodelle eintreten. Auch wenn beide Partner vor dem Kind in gleichwertigen Berufen erfolgreich waren. In einem Gespräch habe ich mit einer Freundin, die in Schweden lebt, festgestellt: Eigentlich sind die Voraussetzungen um ein gleichberechtigtes Elternsein zu führen in Deutschland inzwischen (fast) genauso gut wie in Schweden. Aber irgendwie sind die Deutschen noch nicht soweit. In Deutschland bleibt die Mama meist 12 Monate zuhause, der Papa zwei. In Schweden wird geteilt. Bitte versteht mich nicht falsch: jeder soll diesen neuen Lebensabschnitt als Familie leben, wie er es für richtig hält, so wie es ihn am glücklichsten macht. Mich stört nur, dass in vielen Köpfen nur die klassische Rollenverteilung existiert und es für viele so schwer ist aus dieser auszubrechen. Es bleibt auf jeden Fall spannend und dies wird nicht der letzte Artikel zu diesem Thema sein. Sicherlich werde ich mich an dieser Stelle auch nochmals mit dem Stadt-Land-Thema beschäftigen oder ob das Elterngeld-Plus wirklich so selbstständigen-freundlich ist, wie ich dachte … aber das ist ein ganz anderes Thema.

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    Kind und Kegel

    Kind und Selbstständig – ein Selbstversuch

    Selbstständigkeit, Kind, Elterngeld, KSK, Kreative, Mutterschutz
    Als ich schwanger war, wurde ich oft gefragt: Wie macht Ihr das jetzt? Kind und beide selbstständig? Habt Ihr so viele Rücklagen, verliert Ihr nicht alle Kunden und bekommst Du überhaupt  Elterngeld oder gar Mutterschaftsgeld?

    Allen, die sich diese Gedanken machten und machen oder die das Abenteuer Selbständigkeit und Kind vielleicht sogar selbst wagen möchten, sei gesagt: Macht Euch nicht so viele Sorgen, das ist alles halb so wild. Na klar: Wahrscheinlich ist es ein größeres Wagnis, als mit einem sicheren Job, den ich nach 12 Monaten wieder antreten kann und einer Elternzeit, bei dem ich mich nur auf mein Kind, Haushalt und Freizeitaktivitäten konzentrieren kann. Aber auch das selbstständig machen war ein Wagnis … (zumindest scheint es das noch für sehr viele (Deutsche) zu sein). Und was soll ich Euch sagen: Diesen Schritt haben wir nie bereut und würden es gleich wieder tun. Und jetzt eben mit Kind … zu dritt sind wir das beste Team, was man sich vorstellen kann.

    Aber nun zu den Fakten: Ja, ich denke es ist mehr Papierkram, mehr Recherche, mehr Arbeit … und es war teilweise wirklich aufwändiger bei Krankenkasse und Co. Ansprechpartner zu finden, die uns weiterhelfen konnten. Auch im Internet hat sich die Recherche eher schwierig gestaltet. Selbstständig und Kind scheint immer noch eine besondere Spezies zu sein. Doch zum Glück gab es auch viele Lichtblicke: Zum Beispiel die großartige Schwangeren-Beratung im Landratsamt in München, die sich viel Zeit für uns nahm und uns mit Infomaterial und Schaubildern zum neuen Elterngeld-System bestens ausgerüstet hat (Danke Marion an dieser Stelle für den spitzen Tipp). Oder natürlich meine Mädels im Büro: Justus ist nämlich schon das dritte Büro-Baby unserer Bürogemeinschaft. Papa und Mama der beiden anderen Kinder sind ebenfalls selbstständig, auch Kreative mit manchmal tollem, manchmal nicht so tollem Einkommen. Was die Auftragslage halt so bringt. Und dann gibt es noch so Lieblingsblogs wie Edition F oder Little Years, die immer wieder Mut machen mit ihren tollen Artikeln und Fallbeispielen zu Selbstständigkeit mit Kind.

    Zum Finanziellen sei gesagt: Jeder bekommt Elterngeld. Zumindest den Mindestsatz von 300 Euro. Euer Elterngeldsatz wird, wenn Ihr selbstständig seid, aus Eurem letzten Geschäftsjahr berechnet. Also in unserem Fall: den Gewinn von 2014 durch 12 und dann wie bei den Festangestellten auch davon 67% . Für die gewitzten Finanzplaner unter Euch: Natürlich macht es Sinn im entsprechenden Jahr den Gewinn etwas nach oben zu schrauben und nicht so viel Ausgaben anzusammeln (was man ja eigentlich gerne macht, um Steuern zu sparen). Aber wer plant schon genau, wann er schwanger wird ;)

    Ganz neu seit diesem Jahr: Das Elterneld Plus: Ihr bekommt in den Monaten, in denen Ihr Euch für E+ entscheidet nur die Hälfte des berechneten Elterngeldsatzes, dafür dürft Ihr aber bis zu 30h pro Woche arbeiten und das was Ihr dazuverdient wird nicht vom Elterngeld abgezogen. (Zumindest bis zur Deckelung). Wie das mit dem Elterngeld Plus genau funktioniert und ob es wirklich klappt, werde ich nächstes Jahr dann berichten können. Auf den ersten Blick ist es aber schonmal die ideale Ergänzung für Selbstständige und wir werden das auf jeden Fall ausprobieren.

    Nun zum Mutterschaftsgeld: Da ist es tatsächlich etwas kniffliger. Denn eigentlich bekommt Ihr das ja von Eurem Arbeitgeber, der in Eurem Fall ihr selbst seid. Viele Kreative sind in der Künstlersozialkasse, so zum Glück auch ich … denn die ersetzt zusammen mit Eurer Krankenkasse den Arbeitgeber und ihr bekommt auch im Mutterschutz (also ab 6 Wochen vor Geburtstermin) die 70% von Eurem Einkommen. Berechnet wird in diesem Fall nicht nach Gewinn vom Vorjahr, sondern aus dem Satz, den Ihr für das laufende Geschäftsjahr an die KSK gegeben habt. Für Selbstständige Frauen, die kein KSK-Mitglied sind, gibt es leider kein Mutterschaftsgeld. Das heißt tatsächlich: Noch möglichst lange arbeiten oder Rücklagen für die Wochen vor der Geburt bilden. Wer da andere Infos hat, kann mich aber gerne noch belehren.

    Bekommt Ihr Mutterschaftsgeld ist es aber wichtig, dass Ihr im Mutterschutz keine Rechnungen mehr schreibt, denn das wird von Eurem Mutterschaftsgeld abgezogen. Geldeingänge während dem Mutterschutz sind noch möglich, habt Ihr aber Geldeingänge aus Kundenrechnungen nach der Geburt, also während der Zeit in dem Ihr „normales“ Elterngeld bezieht, werden diese Einnahmen von Eurem Elterngeld abgezogen. Beim Elterngeld Plus sind Geldeinnahmen, wie gesagt, wieder möglich.

    Weitere Infos findet Ihr auch in der Broschüre „Wenn Selbstständige Kinder kriegen“ von der mediafon.

    Ich hoffe, diese Infos haben schon einige Ängste und Bedenken zum Thema Selbstständigkeit und Kind aus dem Weg schaffen können. Ich war die letzten Monate auf jeden Fall immer sehr dankbar, wenn mir jemand weiterhelfen konnte. Deshalb wird es an dieser Stelle sicherlich bald den nächsten Artikel zu diesem Thema geben. Was mich vor der Geburt zum Beispiel auch immer brennend interessiert hat, war die Frage: Verändert sich durch die Geburt deines Kindes wirklich komplett alles? Wirst Du ein anderer Mensch sein? Kommt man wirklich zu rein gar nichts mehr? Aber das wird Stoff für einen neuen Blogartikel sein …

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    Kind und Kegel

    Herzlich Willkommen Justus!

    Selbstständig, Schwanger, Kind, Eltern, Elterngeld Plus

    Hier war lange Zeit nichts zu lesen. Das hat mit einem großartigen Wunder zu tun, dass vor knapp zwei Wochen passiert ist: Unser Blog-Team hat Zuwachs bekommen: Unser Sohn Justus wurde geboren und wir sind super dankbar und glücklich, dass alles gut ist. Es ist immer noch irgendwie unfassbar. Unsere Kennenlernphase ist ein großes Glück und wir genießen die Zeit sehr. Ich kann mir schon nach 2 Wochen nicht mehr vorstellen ohne ihn zu sein und gleichzeitig schaue ich auf meinen Sohn und dieses Wunder und kann es eigentlich gar nicht glauben, jetzt Mama zu sein, auch wenn man ja fast ein Jahr Zeit hatte sich an den Gedanken zu gewöhnen.

    Selbstständig, Schwanger, Kind, Eltern, Elterngeld Plus

    Vorher über die Schwangerschaft oder die bevorstehende Geburt zu berichten, war uns zu persönlich. Ich gebe zu, ich lese unheimlich gerne Geburtsankündigungen und Berichte zur Schwangerschaft, aber selbst darüber zu schreiben wollte ich trotzdem nicht. Da ich aber schwer Dinge verheimlichen kann, war es genauso schwierig Blogartikel zu schreiben und so zu tun als wäre nichts. Deshalb war dann Funkstille im Blog und wir haben uns die letzten Wochen vor Justis Geburt hauptsächlich im Leben 1.0 bewegt, unseren Nestbautrieb ausgelebt und an einem gemeinsamen Projekt gearbeitet, über das wir bald mehr sagen können. Langsam kribbelt es wieder in den Fingern und ich freue mich über viele neue Blogberichte, die natürlich ab und an auch was mit unserer neuen Rolle als Eltern zu tun haben werden. Aber der Blog wird nach wie vor kein Mama- oder Eltern-Blog werden, sondern auch weiterhin unsere Liebe zu Interieur, Design, Reisen und DIY wiederspiegeln. Ich finde aber wichtig, auch über Themen zu berichten, die uns in den letzten Monaten und Wochen sehr beschäftigt haben und weiter beschäftigen werden: Zum Beispiel: Wie ist das wenn man selbstständig ist und Eltern wird? Wie klappt das mit dem neuen Eltern-Geld-Plus? Wir möchten unser Elternsein teilen und gemeinsam für unseren Sohn da sein, wie leicht/schwer ist das in der heutigen Zeit in Deutschland? Ist es überhaupt schwierig oder einfach nur einstellungssache?

    Wir hoffen, Euch mit dem einen oder anderen Bericht zu diesen Themen Hilfestellung zu geben und auch viele Ängste und Vorurteile zu nehmen, die da vorherrschen. Im Blog werden auf jeden Fall neue Zeiten anbrechen und sich neue Perspektiven auftun. Herzlich Willkommen Justus!

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    Achtsamkeit, Kind und Kegel

    Glücksgriff: Memory

    memory spiel

    memory spiel

    Es gibt mal wieder eine neue Kategorie: Den Glückgriff. Darin zeige ich Lieblinsprodukte, die mich schon lange begleiten oder die ich ganz neu entdeckt habe. Das kann ein Möbelstück sein, ein Küchenuntensil, ein schöner Print oder wie heute ein wunderbares Memoryspiel. Ich habe es vor kurzem im schönen Lädchen „Murmel“ in München-Neuhausen entdeckt und es sofort ins Herz geschlossen. Das Memory von Ingela P Arrhenius (sie illustriert unter anderem auch Produkte für Ferm Living) ist bei OMM Design erschienen. Ich mag den plakativen Retrostil der Motiv und das Rautenmuster auf der Rückseite.

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    Kind und Kegel, Unterwegs

    Petit Pan

    Kindermode, Papeterie, Paris Shopping Tipp

    Einen kleinen (Paris-)Shop-Tipp hab ich noch: Nach unserem Spaziergang über die Promenade plantée hab‘ ich zufällig den Shop von Petit Pan entdeckt. (7 rue de Prague) Bin ein großer Fan dieses Labels und hab mich dementsprechend gefreut. Die knalligen Farben und formenreichen Muster von Petin Pan schmücken Textilien, Kinderbekleidung und Taschen. Außerdem gibt es großartige Papier-Mobiles und Lampions. Falls Ihr aber demnächst nicht gerade eine Paris-Reise plant, gibt’s auch den Onlineshop für Zuhause.

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