
Dass ich gerne Papeterie mit Nähen verbinde, wurde ja hier schon mal erwähnt. Jetzt hab’ ich den verregneten Vormittag genutzt, um Euch mal eine kleine DIY-Anleitung zu diesem Thema zu basteln. Das Ergebnis seht Ihr oben und hier kommt die Anleitung:

Ihr braucht farbiges Papier (ca.100g/qm) für die Wimpel und eine festere Variante (ca. 300 g/qm) für die Karte. Hier gibt es z.B. von Rivoli schon sehr schöne vorgefalzte Karten aus Naturpapier. Faden, Buchstaben-Stempel (meine sind von Muji), Cutter, Schere, Schneidelineal, Schneidematte, einen Klebestift und eine Nähmaschine. Das farbige Papier in Streifen schneiden (im Beispiel 2cm hoch) (1). Anschließend die Streifen in kleine Wimpel schnipseln (2). (Ich hab das ohne Lineal und Bleistift gemacht und alle sind unterschiedlich groß). Dann die kleinen Wimpel auf die Karte legen und schon mal die Position bestimmen. Anschließend jeden kleine Schnipsel auf die Karte kleben – dabei darauf achten, dass die untere Wimpelecke ohne Klebstoff bleibt. (3) Und alle sollten einigermaßen in einer geraden Linie oben abschließen.
Dann wird es spannend: Die Nähmaschine kommt zum Einsatz: Eine gerade Linie über die Wimpel nähen, damit es ausschaut, als würden sie an einer Leine hängen. (Da muss man ein bißchen geduldig sein – nicht ärgern, wenn es das erste Mal nicht klappt: Beim Papier sieht man natürlich jeden Stich der daneben geht … am Besten Ihr testet mit Schmierpapier, welche Einstellung bei Eurer Nähmaschine passt.) (4). Die Fäden dann einfach verknoten und seitlich hängen lassen. (5) Nachricht stempeln (6). Fertig :)

Natürlich könnt Ihr die Karte auch noch mit weiteren Stempel-Motiven verschönern, ich hab’ bei einer Postkarte meinen Spatzl-Stempel verwendet. Viel Spaß beim Nachbasteln und Verschenken. Und inzwischen hat es in München sogar aufgehört zu regnen, juhuuuu!
Ach und wer noch bei der Brezn-Stempel-Verlosung mitmachen möchte: Bis morgen Abend könnt Ihr dort noch einen Kommentar hinterlassen :)
Fotos: Julia Romeiß




