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Innenarchitektur

    Designhotels, Unterwegs

    Das Hotel dazwischen

    Das Popdown Hotel in Ried im Zillertal. Ein Hotelkonzept zur Zwischennutzug

    Der Blog erwacht endlich aus dem Winterschlaf! Los geht’s mit einem ungewöhnlichen Hoteltipp:

    Letztes Jahr sind wir nicht besonders weit rumgekommen. Immer wieder haben unsere Reisen nach Österreich geführt. Das lag bestimmt daran, dass ich mit meiner dicken Kugel irgendwann nicht mehr besonders mobil war und auch bestimmt daran, dass unser Sohn letztes Jahr kein Freund langer Autofahrten war. Um unnötigen Stress vorzubeugen, haben wir uns deshalb für kurze Wege entschieden. Wir lieben die Berge und unser Nachbarland bietet da unendlich viele Möglichkeiten für einen schönen Urlaub.

    Das Pop Down Hotel im Zillertal. Der Empfangsbereich des Hotels, ehemals Grillhof.

    Auch in den Sommerferien hieß es deshalb Zillertal statt Nordsee. Ich hatte über Instagram ein interessantes Hotelkonzept gefunden, was sehr vielversprechend klang. Und wer hier mitliest weiß, das ich eine Schwäche für besondere Hotels habe. Das Pop Down Hotel ist genau so eines. Die klassische Situation: Die jüngere Generation übernimmt das Hotel der Eltern. Wie soll es weiter gehen? Silvia Gschösser und Markus Rist wollten sich Zeit nehmen, um genau das herauszufinden. Nichts überstürzen. Die Lösung war eine Zwischennutzung: Viele Teile im klassischen Skihotel blieben bestehen. Der Ess-, Bar und Empfangsbereich des Hotels wurde mit modernen Designelementen wie einer meterlangen Tafel, die über drei Stockwerke führt durchbrochen. Es wurde eine sehr geradlinige, moderne grafische Sprache entwickelt, die mit einem typografischen Leitsystem sofort ins Auge fällt. Die typische „jodelnde“ alpenländische Architektur des Hotels war wohl die größte Herausforderung. Aber auch das wurde genial gelöst: Indem man die gesamte Fassade in weiß tünchte. Jegliche Schnörkel und Verzierungen wurden durch diese monochrome Farbgebung komplett verschluckt. Der schöne „Nebeneffekt“: Schon von Weitem strahlt das Hotel dem Gast entgegen. Das Navi war die letzten Kilometer völlig überflüssig.

    Wir haben eine Woche im heißen August dort verbracht. Zum Glück gibt es auch einen schönen Außenbereich – der kleine Pool war für Justus das absolute Highlight. Momentan finden im Pop Down Hotel vor allem Ski- und Snowboardfahrer eine Herberge, aber auch wenn man das Zillertal  „einfach so“ besucht, ist das Hotel auf jeden Fall eine Empfehlung. Das abendliche Viergänge-Menü, das man an der langen Essenstafel einnimmt, war jeden Abend ein Gaumenschmaus. Man sitzt mit allen Gästen an einem Tisch und kommt nett ins Gespräch. Noch so eine Sache, die mir gut gefiel: Es gab unter den Hotelgästen Stammgäste, die schon seit Jahrzehnten den „Zillertaler Grillhof“ besuchten und noch in seinem Urzustand kannten, junge Hipsterpäarchen und Familien mit kleinen oder großen Kindern. Eine gute Mischung an Urlaubern, die aber alle gleichermaßen das Konzept und die gute Küche lobten. Zudem gibt es einmal die Woche ein Hauskonzert mit wechselnden Künstlern. Toll für uns, weil wir im Hotel gute Cocktails und Musik gemeinsam genießen konnten. Was ja mit Kleinkind als Paar eher selten vorkommt.

    Wenn ihr das Hotelkonzept life erleben möchtet müsst ihr schnell sein: Nur noch bis April wird es die Zwischennutzung geben. Danach wird das Hotel komplett umgebaut und bleibt über die Sommermonate erst mal geschlossen. Denn nach dem vielen positiven Feedback, wissen Silvia und Markus inzwischen ziemlich genau, wie ihr neues Haus aussehen wird. Eine wichtige Sache haben sie in den Monaten der Zwischennutzung gelernt: Trau dich was Neues, verlass gewohnte Pfade … so lange du authentisch bleibst und deine Ideen Hand und Fuß haben, werden deine Gäste das Hotel lieben und wiederkommen.

    Wir sind auf jeden Fall schon sehr gespannt und werden bestimmt den neuen „Grillhof“ (wie auch immer er dann heißen mag …) mal wieder besuchen.

    Pop Down Hotel
    Grossriedstrasse 16
    6273 Ried im Zillertal
    Österreich

    Fon.  +43 (0)5283 2250
    Fax.  +43 (0)5283 3153
    Mail: info@popdownhotel.com

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    Portfolio, Selbstgemacht, Wohnlich

    Unsere Werkstatt.
    Wo Ideen entstehen.

    Möbeldesign, Innenarchitektur, München, Studio Faubel

    Wer hier schon länger mitliest, weiß: Wir arbeiten an verschiedenen Baustellen. Es gibt den Online-Shop Herzlichst, den ich mit Susanne betreibe, diverse freie Projekte für Privat- und Geschäftskunden und Studio Faubel. Studio Faubel ist ein Produktdesign und Innenarchitektur-Label, das Gregor und ich zusammen betreiben. Unter Studio Faubel entstehen Möbel, Leuchten und Interior-Konzepte. Und damit diese Ideen entstehen können, braucht man einen Platz, in dem man Raum hat sich zu entfalten und Dinge auszuprobieren. Mit unserer Werkstatt haben wir uns so einen Raum geschaffen. Nach vielen Monaten Arbeit hat alles Form angenommen. Und weil wir da sehr glücklich und auch ein klein bißchen stolz darüber sind, gibt es heute eine kleine Haustour zum Thema „Kommt doch mal gucken! Hier arbeiten wir“

    Werkstatt Studio Faubel

    Die Werkstatt ist noch ziemlich jung und ein bißchen wie unser zweites Baby. Lustigerweise auch genauso alt. Denn die Holzfassade wurde im gleichen Monat aufgestellt, in dem Justus 2015 geboren wurde. Entworfen wurde das Haus von Gregor. Unser Wunsch: Bitte modern und schlicht, aber es soll trotzdem eine warme Atmosphäre herrschen, in der man sich so richtig wohl fühlen kann.

    Mit Holzbau Lusser aus Tirol haben wir ein tolles Team gefunden, das innerhalb von wenigen Tagen ein Werkstatthaus aufgestellt hat, vor dem wir erstmal nur mit offenem Mund davor standen und gestaunt haben, wie schnell so etwas entstehen kann. Die Zeit des Häuserbaus war eine unvergessliche: Sonnige Spätsommertage, fleißge Männer, die auf dem neu errichteten Gebäude herumkraxelten und ich mit hochschwangerem Babybauch. Viel Vorfreude lag in der Luft und die spannende Frage, was da alles noch so kommen mag.

    Werkstatt Produktdesign Studio Faubel

    Wie schon erwähnt, die Holzbauer kamen aus Tirol. Und das Holz dementsprechend auch. Dazu gibt es übrigens noch eine lustige Anekdote: Die Firma Lusser war auch mit dem Filmset-Bau des letzten James Bond Films beauftragt. Für dieses Set wurde sehr viel Holz gebraucht und das war nach dem Dreh übrig. Die Wände unserer Werkstatt sind genau aus diesem ehemaligen Filmset gebaut worden. Ein James-Bond-Recycling-Haus sozusagen :) Read more

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