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    Möbelmesse mit Kind – Wie war’s?

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    Wir sind zurück aus Köln. Nach zwei Tagen wieder ankommen, räumen und ordnen ist endlich Zeit von unserer Reise zu berichten. Wir waren im Vorfeld schrecklich gespannt, wie alles so laufen wird. Einerseits die Messe, aber auch eine Woche mit Kind in einer fremden Stadt leben. Wie würde die Vereinbarkeit von Messearbeit und Familienalltag ohne KITA oder Babysitter klappen? Wir wollten uns auch auf der Messe abwechseln, der Schwerpunkt war aber klar: Gregor ist als Produkt-Designer vom Label hauptsächlich auf der imm Cologne und ich übernehme die meiste Zeit die Kinderbetreuung in Köln. Das ist ungewöhnlich, denn normalerweise gilt für uns: Kind und Arbeit, alles 50:50.

    Das hieß für mich: Vormittags mit dem Kind unterwegs, dann den Mittagsschlaf abwarten und mit dem schlafenden Kind (hat zum Glück sehr gut und auch mehrere Stunden geklappt) auf die Messe. Auch anschließend mit wachem Kind 1 oder 2 Stunden auf der Messe zu verbringen, waren ziemlich stressfrei. Was ich großartig fand: Justus bekam so wieder einen direkten Bezug zu unserem Beruf und er identifizierte sich mit „seinem Messestand“.

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    Die messefreie Zeit verbrachte ich mit Justus in Kindercafés, dem Kölner Dom (den er unbedingt 3mal besuchen wollte), traf eine liebe Blogger-Freundin oder wir bastelten viel zuhause in unserer Airbnb-Wohnung. Für mich hat sich das ein bisschen wie eine Woche Elternzeit angefühlt, ich habe unsere Zweisamkeit sehr genossen. Ich fand es großartig, dass Gregor und ich die Erlebnisse auf der Messe am selben Tag teilen konnten. Hätte ich mich dafür entschieden mit dem Kind daheim zu bleiben und nicht mit nach Köln zu fahren, wäre das komplett weggefallen. Oder es hätte sich zumindest auf whatsapps und Telefonanrufe beschränkt. Ich habe ein paar Erkenntnisse aus dieser Woche erlangt, die ich hier gerne mit Euch teilen möchte:

    1. Sei nicht so streng mit Dir, alles hat seine Zeit
    Natürlich hatte ich auch meinen Rechner im Reisegepäck. Wollte abends wenn das Kind schläft noch bloggen und an Entwürfen für Herzlichst arbeiten. Das hat nicht geklappt … die Tage waren lange und anstrengend … natürlich war Justus aufgedrehter als sonst und das Einschlafritual hat bis zu zwei Stunden gedauert, da bin ich meist mit eingeschlafen … Ich habe nach dem zweiten Tag einfach akzeptiert, dass ich in dieser Woche nicht produktiv sein werde.

    2. Schaff Dir ein zuhause in der fremden Stadt
    Wir haben uns statt Hotel für eine kleine Airbnb-Wohnung entschieden. Ein kleines zuhause zu haben, wo man sich zurückziehen kann, war einfach Gold wert. Schon am zweiten Tag kam von unserem Sohn der Satz „Hier wohnen wir“. Die Bedenken, dass er sich in der anderen Stadt nicht gleich wohl fühlen wird, waren unbegründet. Erstaunlich, wie schnell sich ein Kind umgewöhnt.

    3. Tapetenwechsel sorgt für frischen Wind im Kopf
    Wer hier schon länger mitliest, der weiß, dass ich mich viel mit der Thematik Stadt-Land-Leben beschäftige,
    mir immer noch nicht sicher bin, was für uns der beste Weg ist. Das Leben in der großen Stadt war eine Herausforderung. Der Sturm, der Dauerregen und mehrere Wutanfälle vom Junior haben das nicht unbedingt besser gemacht. Trotzdem hat die Woche woanders wieder so viel Inspiration und Motivation gegeben, dass ich es jedes Mal wieder so machen würde. Die vielen neuen Eindrücke, das trubelige Stadtleben, die vielen verschiedenen Menschen. Erstmal eine große Umstellung für ein kleines Landei-Kind wie unseren Sohn. Ich habe aber gemerkt, dass auch er in dieser Woche sehr offen und interessiert in der Stadt unterwegs war. Er hat begeistert vom Dom erzählt und von „unserem Messestand“. Der Apfel fällt wohl nicht weit vom Stamm ;)

    4. Freunde treffen, neue Kontakte knüpfen
    Das Bloggen hat mir schon viele liebe Kontakte beschert, gute Freundschaften sind entstanden, die ich auf keinen Fall missen möchte. So haben noch vor gar nicht langer Zeit Claudias und mein Weg sich virtuell gekreuzt. Wir waren uns über unsere Blogs sofort sympathisch und das war dann im wahren Leben auch gleich so. Eine gleichgesinnte Mama zu treffen hat sehr gut getan und uns die Stadt gleich noch etwas näher gebracht. Danke für den schönen Spiele-Nachmittag! Schaut doch mal auf ihrem tollen Blog Herz Herz Hurrah vorbei, der wird Euch gefallen :)
    Außerdem waren so liebe Blogger wie Clara, Mark, Nina, Enja, Anette und Antonia bei uns auf dem Stand zu Gast, über deren Besuch wir uns sehr gefreut haben.
    Traut Euch! Tretet mit anderen Instagrammern oder Bloggern in Kontakt, es ist doch noch viel schöner, sich mal persönlich kennenzulernen.

    5. Auf die Bedürfnisse des Kindes einstellen
    Mit vollbepacktem Hänger nach Köln zu fahren, die Messevorbeireitungen, eine andere Wohnung. Für einen 2-Jährigen war das Aufregung genug. Deshalb habe ich mich in der Woche Köln komplett auf die Bedürfnisse unseres Kindes eingestellt. Nur Programmpunkte gewählt, die auch ihm taugen würden. Für Zoo und lange Spaziergänge am Rhein hat uns leider das Wetter einen ziemlichen Strich durch die Rechnung gemacht. Trotzdem bin ich meist draußen mit ihm unterwegs gewesen. Das famielienfreundliche Café Fräulein Frida war bei uns ums Eck und perfekt: Unter anderen Kindern spielen und zwischendurch tatsächlich noch einen fabelhaften Cappuccino trinken können. Außerdem hoch im Kurs: Stundenlang die Krippe im Kölner Dom anschauen. Ohne dass ich ihn irgendwann zum Weitergehen dränge. Ihm Zeit lassen, die er zum Schauen braucht.

    6. Freiraum schaffen
    Obwohl ich mich auf die Woche komplett „nur“ Mama sein eingestellt hatte, ist es mir gegen Ende der Woche dann doch irgendwann schwergefallen. Ich musste unbedingt meinen Entdeckunsdrang auf der immcologne stillen. Zum Glück ist mein Bruder eingesprungen und hat uns bei den Publikumstagen auf der Messe unterstützt. Freitag war also Papatag und Bloggertag für mich. Einen Bericht zur Möbelmesse, gibt es die nächsten Tage.

     

     

     

     

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