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Julia

    Achtsamkeit

    Hallo Angst
    ich kenn dich!

    Existenzangst in Zeiten von Corona

    Die Angst geht um. Ich meine nicht die große Angst vor dem Virus. Ich meine die Ängste, die aus dieser großen, allgegenwärtigen Virus-Angst resultieren. Alles wird offen gelegt in dieser Zeit. Die Angst allein zu sein, die Angst zu scheitern, die Angst seinen gewohnten Lebensstandard aufgeben zu müssen. Die Existenzangst, nicht zu wissen was morgen ist. Noch viele andere Ängste, aber heute soll genau diese Angst um die Existenz hier Thema sein.

    Existenzangst ist mir wohl ein Begriff, nach 11 Jahren Selbstständigkeit bleibt die nicht aus. Ich denke, das sollte sich auch jeder vor Augen führen, der es in Erwägung zieht sich selbstständig zu machen. Ich glaube, das gehört einfach dazu. Ich kenne das: nachts im Bett zu liegen und nicht einschlafen zu können. Weil man an die Zahlung an das Finanzamt denkt, an die Krankenkasse die fällig ist, an existenzielle Dinge, die man einfach gerade nicht zahlen kann. 

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    Achtsamkeit

    DIY-Blumenkranz
    mit Peddigrohr

    DIY Blumenkranz, Blumenkranz Selbermachen, Trockenblumen, Peddigrohr
    DIY-Blumenkranz aus dem Buch »tiny balcony« von Julia Romeiß und Gregor Faubel, GU-Verlag
    Foto aus unserem neuen Buch »tiny balcony« // Fotocredit: Ling Khor

    Wir haben in unserem neuen Buch tiny balcony nicht nur Bauanleitungen für Selbstbaumöbel für den Balkon, die ihr nachbauen könnt untergebracht. Bei jedem vorgestellten Balkon gibt es außerdem ein kleines DIY, dass zum jeweiligen Balkon passt. Auch ein Blumenkranz mit Trockenblumen ist dabei.

    Ich habe die Veröffentlichung vom Buch zum Anlass genommen, um noch ein weiteres Blumenkranz-DIY für euch zu entwickeln. Diesmal habe ich mit Peddigrohr gearbeitet, da ich vom Körbeflechten noch einiges übrig hatte. Ihr könnt natürlich stattdessen auch fertige Ringe in verschiednen Größen verwenden oder aus einem Kleiderbügel einen Ring biegen.

    Material:
    > ca. 160cm Peddigrohr, Durchmesser 2,4mm
    > Schale mit warmem Wasser
    > Wolle oder Garn
    > 2 Holzperlen in verschiedenen Formen
    > 1 Stück dicke Pappe ca. 5 x 15cm
    > feiner Draht

    Werkzeug:
    > kleine Zange
    > Schere
    > kleine Häkelnadel (3mm)

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    Tiny Balcony, Wohnlich

    Innen trifft außen,
    der Balkon als Teil der Wohnung

    Was uns bei „tiny balcony« besonders wichtig war? Dass die Ideen, die wir vorstellen, wirklich praktikabel sind. Dass sie zu den Personen passen, die in den Wohnungen wohnen. Dass die Menschen, sich wirklich wohl fühlen auf der Außenfläche, dass der Außenraum zum zusätzlichen Zimmer wird, das möglichst das ganze Jahr genutzt werden kann.

    Blick auf den BBQ-Balkon aus dem Buch »tiny balcony« von GU
    Blick auf den Genussbalkon
    Kinderzimmer (Genussbalkon)

    Wir haben uns deshalb die Wohnungen und die Menschen, die darin leben ganz genau angeschaut, haben mit ihnen über ihre Wünsche und Bedürfnisse gesprochen. Wir haben nicht einfach einen Balkon gestaltet, der hübsch aussieht und toll gestylt ist, sondern wir haben viele Objekte und Möbel der Bewohner integriert, die schon da waren und die sich gut für die Balkongestaltung geeignet haben. So sind keine austauschbaren Katalog-Balkone entstanden, sondern authentische Balkone, wo sich der Mitbewohner wiederfindet. 

    Blick auf den Dschungel-Balkon aus dem Buch »tiny balcony« von GU
    Der Dschungelbalkon
    Schlafzimmer (Dschungelbalkon)

    Wir haben das große Glück, eine Fotografin gefunden zu haben, die diese Lebenswelten sehr lebensnah dokumentiert hat. Ling Khor hat uns bei vielen Balkonen begleitet und eine Fülle an toller Fotos geschossen, die gar nicht alle in das Buch gepasst haben.

    Blick auf den Stil-Balkon aus dem Buch »tiny balcony« von GU
    Der Stilbalkon
    Herrenzimmer (Stilbalkon)

    Deshalb möchte ich euch an dieser Stelle ein paar Innen-Außenwelten zeigen. Die Wohnung die zum Balkon gehört oder die besser gesagt das Zusammenspiel zwischen Innen und Außen.

    Blick auf den Sonnen-Balkon aus dem Buch »tiny balcony« von GU
    Der Sonnenbalkon
    Essecke (Stilbalkon)

    Was ist euer liebster Innen-Außenraum? Welche Wünsche hättet ihr an euren Balkon? Was ist euch beim Wohnen am Wichtigsten?

    Blick auf den WG-Balkon aus dem Buch »tiny balcony« von GU
    Der WG-Balkon
    Schlafzimmer (WG-Balkon)
    Blick auf den Winter-Balkon aus dem Buch »tiny balcony« von GU
    Der Winterbalkon // Innen trifft Außen

    Alle Fotos stammen aus unserem Buch »tiny balcony« oder sind in den Shootings für das Buch entstanden und unveröffentlicht.
    Die Fotos sind von Ling Khor und Julia Romeiß (Stil- und Winterbalkon).

    Tiny Balcony, Gräfe und Unzer
    ab Mai im Buchhandel erhältlich, jetzt vorbestellbar
    Hardcover, 240 Seiten, 26 EUR

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    Buchtipp, Tiny Balcony, Wohnlich

    tiny balcony
    ein Balkonwunder

    Als Gregor und ich uns kennenlernten, bewohnte ich 42 Quadratmeter Altbau im schönen Münchner Neuhausen. Da die Wohnungslage in München bekanntlich bescheiden ist und wir das Stadtviertel liebten, zog Gregor zu mir. Die Wohnung war zwar an manchen Stellen höher als breit, aber wir machten es uns trotzdem schön. Im Frühling, Sommer und Herbst hatten wir schließlich ein drittes Zimmer: unseren Balkon.

    Wir verbrachten dort viele Stunden: Es war unser urbaner Rückzugsort – wild bewachsen, mit vielen Blumentöpfen an der Brüstung und auf dem Balkonboden. Ein kleiner Klappstuhl und eine Kiste, die Sitzgelegenheit, Tisch und Stauraum zugleich war. Wir lebten irgendwie schon „tiny“, ehe „tiny“ Trend wurde.

    7 Jahre später hat sich Vieles geändert. Mit unserem ersten Kind sind wir ins Münchner Umland gezogen. Wir wohnen nun in einer Dachwohnung. Ohne Balkon. Aber mit Gartenanschluss und eigener Werkstatt. Als die Anfrage vom Gräfe und Unzer-Verlag kam, ob wir ein Buch über Raumwunder für kleine Balkone machen möchten, flammte unsere Balkonliebe sofort wieder auf. Familien-Balkon, WG-Balkon, ein Balkon zum Durchatmen. So unterschiedlich die Menschen sind, so facettenreich die Ansprüche an das bisschen Freiraum. Aber wie nutzt man das optimal?

    Die klassischen Gartenmöbel sind oft zu sperrig. Zudem sollte der Balkon ein Alleskönner sein: mal Haushaltshilfe zum Wäschetrocknen, dann wieder Wohnzimmer, um Freunde bei einem Gläschen Wein willkommen zu heißen. Die Lösung: Balkonmöbel müssen flexible Alleskönner sein, individuell anpassbar, leicht und vielfältig einsetzbar.

    Wir haben Module und Einzelmöbel entworfen, die – flexibel kombinierbar – das Optimum aus jedem kleinen Stadtbalkon und jeder Terrasse herausholen. Sie sind leicht zu bauen, auch im kleinsten Einzimmer -Appartement ohne Werkstattanschluss. Alle Teile könnt ihr im Baumarkt zuschneiden lassen. Zu Hause braucht es nur noch eine kleine Auswahl an Werkzeug. In Schritt-für-Schritt-Anleitungen dokumentieren wir den Bauprozess und helfen bei kniffligen Detailfragen. Wir wollen motivieren, mit Mut zur Kreativität die individuell maßgeschneiderten Ideen anzugehen. 

    Im zweiten Teil des Buches stehen verschiedene Balkone und ihre Bewohner im Mittelpunkt. Denn bei der tiny-Balkon-Planung waren vor allem die Personen mit ihren spezifischen Vorstellungen, Lebenskonzepten und Wünschen ausschlaggebend. Wir haben zwölf Balkon-Typen mit ganz unterschiedlichen Anforderungen gesucht und aus unseren modularen Möbeln originelle und individuelle Outdoor-Wohnträume gestaltet.

    Auch aus diesem Grund, ist »tiny balcony« ein sehr persönliches Buch geworden. Denn wir hatten die Möglichkeit Privates und Berufliches eng miteinander zu verbinden. Wir haben Freunde getroffen, sie interviewt und gleichzeitig Fotos für das Balkon-Buch geshootet. Es war eine sehr volle, aber vor allem sehr erfüllte Zeit. Mit sehr engen Zeitplänen, die gezeigt haben, dass man trotzdem sein soziales Leben nicht vernachlässigen muss. Wie zehre ich gerade an diesen Erinnerungen und hoffe so sehr, dass wir das bald wieder erleben können. 

    Das Buch wird Anfang Mai in den Buchläden stehen. Da gerade leider nicht die Zeit ist, in Ruhe im Buchladen zu stöbern, wollte ich euch mal zeigen, was euch so erwartet und hab ein kleines PDF erstellt, das ihr euch hier anschauen und herunterladen könnt.

    TinyBalcony_Handout_1103

    Alle Fotos stammen aus unserem Buch »tiny balcony« oder sind in den Shootings für das Buch entstanden und unveröffentlicht. Die Fotos sind von Ling Khor und Julia Romeiß (Steps und Gartenfräulein).

    Tiny Balcony, Gräfe und Unzer
    ab Mai im Buchhandel erhältlich, jetzt vorbestellbar
    Hardcover, 240 Seiten, 26 EUR

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    Selbstgemacht, stay at home DIY

    stay at home
    Zuhause DIY

    stay at home diy, einfache bastelideen, upcycling, basteln mit kindern

    Ich gebe zu: Mir ist auch gerade nicht jeden Tag nach Basteln. Die aktuelle Situation ist für uns alle eine wahnsinnige Herausforderung. 24h als Familie zuhause, Homeoffice und Kinderbetreuung unter einen Hut bringen, die Ängste, die uns täglich begleiten und momentan nicht weniger werden. Manchmal ist man einfach froh, wenn man den Tag einigermaßen friedlich über die Bühne gebracht hat, die Kinder im Bett schlummern und man vielleicht noch ein, zwei Stunden für sich auf dem Sofa hat. Und ja, vor allem, dass die Menschen die einem am Herzen liegen gesund sind, dass man selbst gesund bleibt oder wieder wird.

    Dann gibt es aber auch wieder so Tage daheim, da tut kreativ sein einfach gut. Sei es, weil es das Zusammensein mit euren Kindern bereichert oder weil man sich sein eigenes Heim einfach schön machen möchte. Das Kreative Schaffen wird zum besonderen Glücksmoment und die Freude über das Erschaffene wirkt noch lange nach. Für diese Tage habe ich euch eine kleine Sammlung auf Instagram und auf dem Blog angelegt. Diese Sammlung wird die nächsten Wochen anwachsen und soll Inspiration für euch sein, wenn euch nach Kreativität ist.

    Viele Ideen sind sehr einfach und die meisten Materialien habt ihr wahrscheinlich schon zuhause. Falls nicht, werde ich euch eine kleine Shop-Liste zusammenstellen, in der ihr online fündig werdet und kleine Online-Shops unterstützen könnt, die gerade offline nicht verkaufen können.

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    Selbstgemacht

    Hände waschen!
    Das Hygiene-DIY

    Wash your hands! Icon

    Als wir das Händewaschen-Icon damals in unser Kinderzimmer-Buch als DIY mit aufnahmen, war das einfach eine praktische Idee: Hände waschen ist wichtig, ganz klar! Oft vergessen das Kinder im Eifer des Gefechts. Wir haben seitdem dieses Icon an der Badezimmertür kleben. Genauso gut klebt es an Badezimmerspiegeln und Wohnungstüren.
    Gerade ist es aktueller denn je, darauf zu achten, seine Hände zu waschen. Deshalb habe ich euch das DIY mal auf den Blog gepackt.

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    Hochzeit, Selbstgemacht

    Blumen DIY
    Frühling aus Papier

    Habt ihr schonmal Papierblüten gebastelt? Es gibt unzählige Gestaltungsmöglichkeiten. Gerade zu dieser Zeit, eine schöne Möglichkeit, die Wohnung etwas frühlingshaft zu gestalten. Ich habe euch mal ein paar einfache Varianten hier auf den Blog gepackt.

    Papierblüten – Grundform

    Schritt 1  Schneidet das Material zurecht: Ihr braucht 5 gleich große Rechtecke aus Krepppapier für die Blütenblätter, aus Seidenpapier ein Quadrat für den Blütenstempel und einen länglichen Streifen für die Fransen. Formt außerdem eine Kugel aus Watte.

    Schritt 2  Schneidet eine Schablone für euer Blütenblatt. Das Blatt kann z. B. leicht herzförmig sein oder auch spitz zulaufend. Umschließt das schwarze, quadratische Seidenpapier um den Watteball (siehe Foto). Den schwarzen Streifen legt ihr der Länge nach mehrmals übereinander. Schneidet in die eine Seite einzelne Fransen.

    Schritt 3  Schneidet 5 Blütenblätter mit der Schablone aus. Wickelt mithilfe des Masking Tape den Fransenstreifen um den Blütenstempel.

    Schritt 4  Klebt ein Stück Klebeband auf den unteren Rand des Blütenblatts. Klebt die einzelnen Blütenblätter rundherum an den Blütenstempel. Legt sie dabei in Falten.

    Schritt 5  Wenn ihr alle Blüten angeklebt habt, fixiert das Ganze nochmal mit Masking Tape. Faltet jedes Blütenblatt auf. Das Krepppapier ist recht robust und kann gut zurechtgebogen werden. fertig!


    Papierblüten, Blütenkranz,
    DIY Wedding


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    Kreatives Kinderzimmer, Selbstgemacht

    DIY Produkte für
    Kaufladen oder Kinderküche

    Passend zum letzten Post gibt es heute ein paar Produkte für den Kaufmannsladen für euch, die mit wenigen Hilfsmitteln ganz leicht nachzubasteln sind. Ihr könnt die Produkte häkeln, Holzformen mit Acrylfarbe bemalen oder mit Bastel-Filz arbeiten. Ich hab euch mal verschiedene Ansätze in den Post gepackt. Natürlich könnt ihr die Techniken auch ganz leicht auf andere Kaufladen-Produkte anwenden. Oft reicht es mit einer anderen Farbe zu arbeiten und schon entsteht eine weitere Obstsorte oder ein Gemüse. Probiert es einfach aus :)
    Bei diesen DIYs können übrigens Kindergartenkinder schon sehr gut mitbauen und Kinder haben dann eh die besten Ideen, was für ein Obst oder Gemüse noch in der Kinderküche oder dem Kaufladen fehlt.

    Holz-Äpfel DIY für Kinderküche oder Kaufladen

    DIY-ZUBEHÖR für den KAUFLADEN


    HIER GEHT’S WEITER
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    Kreatives Kinderzimmer, Selbstgemacht

    DIY Kaufmannsladen
    Bauanleitung

    Kaufladen selberbauen, Kinderzimmer DIY, Kaufmannsladen DIY

    Eins habe ich mir für dieses Jahr vorgenommen: Es soll wieder viel mehr DIYs auf dem Blog geben. Ob zum Thema Achtsamkeit mit Naturmaterialien oder DIYs fürs Kinderzimmer … ich hab mir einiges vorgenommen und auch noch in der Blogschublade liegen. Los geht es mit dem DIY für einen Kaufmannsladen. Erstmal der Laden an sich. Die kommenden Wochen werde ich auch noch genauer auf die Utensilien eingehen. Und hier gab es ja auch schon mal die Ladenetiketten zum Herunterladen. Christin von Pfefferminzgrün hat da zur Weihnachtszeit ein hübsches DIY gezaubert.

    Kaufmannsladen DIY, Kaufladen Kinderzimmer, Kaufladen für Kinder selberbauen
    Der Kaufmannsladen ist aus einem alten Bücherregal entstanden

    Wie bei allen DIYs gilt: Die Anleitung soll mehr Inspiration sein. Falls ihr ein anderes altes Möbelstück habt, dass ihr umfunktionieren könnt immer her damit … da sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt:

    Die Markise haben wir aus einem Wachstuch geschnitten und einfach hingetackert

    Für diese Version braucht ihr Folgendes
    Material Laden: Holzbohrer, 3mm // Schraubendreher // 2 Fichtenbretter, 25 mm 30 x 112 cm (Seitenteile Regal) // 3 Fichtenbretter, 25 mm 30 x 16 cm (Facheinteilungen) // 2 Fichtenbretter, 25 mm, 30 x 30 cm (Facheinteilungen) // 3 Fichtenbretter, 25mm 30 x 90 cm (Zwischenböden) // 2 Fichtenbretter, 25mm 30 x 100 cm (Deckel) // Fichtenbrett, 25mm 15 x 100 cm (Markisendach) // Leiste, 1 x 1 cm, 100cm Länge (Anschlag für Auslagebrett)
    Markise: Wachstuch, 100 cm x 60cm
    Werkzeug und Verbindungen: 40 Holzschrauben, 4,5 x 70 mm, Tackerklammern, Bleistift, Meterstab, Akkubohrer, Schleifpapier, Tacker, Schere

    Schritt 1  Im Baumarkt könnt ihr euch das Material zuschneiden lassen oder selbst zuschneiden. Mit Schleifpapier die Kanten und Ecken brechen. Wir haben als Grundlage ein altes Bücherregal vom Sperrmüll verwendet.

    Schritt 2  Nachdem ihr euch die Löcher angezeichnet habt, bohrt diese mir dem Akkubohrer vor. Zum Verschrauben der Böden und Seitenteile am Besten zu zweit arbeiten. Sobald das Regal und der Verkaufstisch stehen, montiert die Leiste an die Schrägablage vom Verkaufstisch. Das Querbrett, welches euch später zum Anbringen der Markise dient schraubt ihr mittig auf das Regal. 

    Schritt 3  Schneidet die Wachstischdecke auf das richtige Maß. Teilt euch die Rundungen der Markise je nach Wunsch ein und schneidet sie aus. Anschliessend heftet ihr die Markise mit dem Tacker an dem Querbrett fest. Nachdem ihr den Laden befüllt habt, kann es auch schon losgehen.

    Obstkiste für Kaufladen selber gestalten
    Die schönen Obstkisten bekommt ihr in jedem gut sortierten Baumarkt
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    Selbstgemacht

    DIY-Workshops
    Kreativkurse 2020

    DIY Workshops für Firmen und Privatpersonen

    Als 2014 die Anfrage für das erste Buch vom BLV-Verlag kam, war DIY gerade ein großer Trend. Die Verlage hatten entdeckt, was ein großes Potential hinter all den Blogs steckte und viele Blogger veröffentlichten erste Bücher. Die Autorensuche war für die Verlage durch die Blogs um einiges einfacher geworden: Durch den Blog konnte man sich durch diverse Kreativprojekte scrollen und die Ideen und den Stil des potentiellen Autors im Vorhinein schon erahnen. Zudem konnte man auch in Erfahrung bringen, ob der Autor gleichzeitig Fotograf der Kreativ-Projekte sein kann. Eine sehr entspannte Situation, auch für mich als Autorin: ich hatte ziemlich freie Hand bei der Bucherstellung, denn der Verlag hatte durch meinen Blog schon ein gewisses Vertrauen in meine Arbeit, obwohl es das erste gemeinsame Projekt war.

    Durch die Bücher entstanden auch immer wieder Workshops zu den Buchthemen. Einmal werkelte ich mit Mitarbeitern vom Burda-Verlag, dann besuchten Gregor und ich mehrere Buchhandlungen in Deutschland und Österreich und wir bastelten Projekte aus dem Upcycling-Buch. Wir traten als DIY-Coaches beim Jugendsender „Puls“ vom Bayerischen Rundfunk auf, es gab Anfragen zu TV-Formaten (nicht immer passend für uns…). Wir bastelten auf einer PR-Veranstaltung für das SOS-Kinderdorf in Berlin. Interessante Blogkooperationen und redaktionelle Beiträge für diverse Magazine kamen zustande. Gregor baute mit dem „Schmidt Max“ vom bayerischen Rundfunk aus dem Baumeister-Buch zwei Projekte. Es war einiges los im DIY-Sektor.

    Wir veröffentlichten jedes Jahr neue Bücher – mal waren es Auftragsarbeiten, mal eigene Konzepte. Aber trotzdem hatte ich das Gefühl, dass es 2017 und 2018 in Sachen DIY etwas ruhiger zuging. Die Verlage konzentrierten sich wieder mehr auf andere Sachbuch-Sparten wie Kochen, Backen und Lebensberatung. Es war etwas schwieriger für die Projekte Sponsoren zu finden und das Thema DIY rückte etwas aus dem Focus der Aufmerksamkeit.

    Doch letztes Jahr hat sich das wieder gewandelt. Ich hatte immer wieder Anfragen zu DIY-Workshops und die Leute interessieren sich wieder viel mehr für’s Selbermachen als die 2 Jahre zuvor. Das hat sicherlich mit der ganzen Nachhaltigkeits-Debatte und dem Achtsamkeitstrend zu tun. Wer auf Instagram mitliest weiß: Ende letzten Jahres hatte ich die tolle Möglichkeit, für das Couch-Magazin als DIY-Coach im Pop-Up-Store von Rituals einen DIY-Workshop zum Thema »Upcycling« zu leiten. Hier seht ihr ein paar Eindrücke, von der tollen Location und dem schönen Event. Im letzten Jahr hatte ich aufgrund von Elternzeit und Baby oft nicht die Kapazitäten mich in weitere DIY-Workshops zu hängen, doch für dieses Jahr möchte ich mich – neben der Bücher auch in Sachen Workshops wieder mehr dem DIY-Thema widmen.

    Ich bin gespannt auf die Resonanz und werde die nächsten Monate immer mal wieder was von unseren Workshops auf dem Blog berichten. Falls ihr euch für einen Workshop interessiert: Meldet euch jederzeit. Für Firmen bieten wir – abgestimmt auf das jeweilige Produkt-Portfolio – individuelle Konzepte an. Auch für Privatpersonen (zum Beispiel Junggesellinnen-Abschiede und für Kinder) wird es Workshops geben.

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    Achtsamkeit

    Hallo 2020.
    Ich glaube du wirst aufregend.

    Studio Faubel, Julia Romeiss und Gregor Faubel

    2020. Hattet ihr einen guten Start? Ich habe schon jetzt im Gefühl, dass das ein sehr aufregendes Jahr wird. Nächste Woche starten wir mit Ellas Krippeneingewöhnung. Ich bin traurig, dass die Babyzeit für uns dann irgendwie vorbei ist, aber ich freue mich auch, regelmäßig wieder mehr arbeiten zu können und das nicht nur zur nächtlichen Stunde. Auch habe ich einiges vor mit dem Blog. Der dieses Jahr sage und schreibe seinen 10. Geburtstag feiert.

    Ich habe mir die letzten Tage viel Gedanken über die kommenden Wochen gemacht, über Vorsätze und was meine und unsere Pläne sind. Wie jedes Jahr möchte ich die Gedanken an dieser Stelle zusammenfassen und bin gespannt, was ich am Ende dieses Jahres dazu sagen werde, wenn ich diese Zeilen noch einmal lese. Außerdem möchte ich von euch erfahren: Wie sind eure Pläne so? In welcher Phase steckt ihr gerade und was erwartet ihr von 2020?

    Umbruch und Weiterentwicklung
    Die nächsten Wochen werden also voll des Umbruchs sein. Ich werde wieder mehr im Büro sitzen, es sei denn Ella gefällt es in der Krippe. Doch ich bin sehr zuversichtlich. Sie kommt in die gleiche Krippen-Gruppe in der Justus angefangen hat und die Erzieherinnen mögen wir sehr. So ist trotz der Wehmut, auch ein beruhigendes Gefühl dabei, dass Ella gut aufgehoben ist. Wir haben uns für eine private Krippe entschieden, was natürlich erstmal auch einen größeren Batzen Geld bedeutet, der irgendwie erwirtschaftet werden muss. Ein Punkt vor dem ich momentan noch eine recht großen Respekt habe. Ich weiß aber auch, dass es die letzten 10 Jahre (denn ich bin 2020 auch 10 Jahre selbstständig!) immer irgendwie gut ausgegangen ist. Auftragsflauten, Steuernachzahlungen und Babypausen. Selbstständigkeit bedeutet nicht immer konsequenter Erfolg und stetiges Wachstum. Wir hatten immer wieder Rückschläge, die uns vielleicht auch mal in kleine Sinneskrisen gebracht haben, aber aus denen wir immer wieder zuversichtlich aufgetaucht sind. Mit etwas Demut zwar, aber das ist ja nicht das Schlechteste. So wird es 2020 auch wieder sein. Da bin ich mir ganz sicher. Und dass wir auf dem richtigen Weg sind sowieso.

    Wind machen
    Was ich auch sagen kann: Es macht keinen Sinn, in Perfektionismus zu sterben, die Dinge bis ins kleinste Detail zu verkopfen und dabei im stillen Kämmerlein zu sitzen. Zu warten, dass etwas passiert, dass tolle Aufträge von selbst angeschwommen kommen und der Traum-Kunde einfach so an die Tür klopft. Deshalb heißt es für mich 2020 auch: Mehr auf mich aufmerksam machen. Auch wenn das manchmal bedeutet aus der eigenen Komfort-Zone zu treten. Dinge umsetzen und diese präsentieren, auch wenn ich es noch viel besser machen könnte. Denn Zeit wird trotz Kinderbetreuung Mangelware bleiben. 

    Social Media sinnvoll nutzen
    Ich nutze gerne meine Social-Media-Kanäle, habe aber immer wieder Durstphasen, in denen ich sehr Posting-faul bin und mich lieber passiv bedudeln lasse. Danach bleibt immer das Gefühl, dass andere so viel fleißiger sind und man selbst viel mehr schaffen könnte. Auch da möchte ich mehr an mir arbeiten. Mich mehr zeigen, mehr Instagram-Stories drehen, auch wenn das nicht mein Lieblingsgebiet ist und ich mich damit immer noch etwas unsicher fühle, selbst in die Kamera zu sprechen.

    Trotzdem möchte ich nicht komplett im Social-Media-Wahnsinn versinken. Stundenlang in mein Smartphone zu starren ist keine Lösung. Für mich ist das ein echter Kreativitäts-Killer! Lieber selbst kreiieren, Mehrwert schaffen, mich mit anderen austauschen und auf Accounts fokussieren, die mir helfen, mich persönlich weiterzuentwickeln.

    Feiern
    2020 wird viel gefeiert. Denn nicht nur mein Blog hat Jubiläum. Ich bin 2020 nun wirklich schon 10 Jahre selbstständig. Und auch ich werde einen runden Geburtstag feiern. 40. Ein bisschen muss ich bei dem Gedanken noch schlucken. Aber ich habe schon des Öfteren gehört, dass die Zeit zwischen 40 und 50 eine ganz besondere ist. Eine Zeit in der man zu sich selbst findet, seine Weg festigt und zu sich selbst stehen kann. Ich finde das klingt gut. Deshalb werde ich diesen Tag auch richtig feiern. Mit Freunden und Familie zusammensein und dieses Jubiläum genießen! 

    Arbeit abgeben
    Ich bin jemand der auch ganz gerne alleine arbeitet. Oder im kleine Kreis, wie mit Gregor als Studio Faubel oder mit Susanne als Herzlichst. Ich mache gerne alles selbst, bevor ich es umständlich einem Dritten erkläre und das Gefühl habe, wertvolle Zeit zu verlieren. Oder ich denke, so könnte ich Geld sparen. Aber das ist sehr kurz gedacht, das weiß ich auch. Ich muss lernen, Arbeit abzugeben. Die Arbeit an unserem neuen Buch hat mir gezeigt, dass gerade in einem großen Team ein großartiges Projekt herauskommen kann und man dabei noch entspannt bleibt. 

    Netzwerken, Workshops und Fortbildung
    In den letzten 10 Jahren, sind mir sehr viele tolle Menschen begegnet, die ähnlich ticken wie ich und die ihren Traum der Selbstständigkeit in die Tat umsetzen. Ich möchte mich 2020 noch viel mehr mit diesen inspirierenden Menschen austauschen und mich mit ihnen vernetzen. Neue gemeinsame Projekte schaffen. Gemeinsame Workshops organisieren. Generell Workshops: Ich glaube, das wird beruflich ein großes Thema für mich. Denn der Workshop, den ich Ende 2019 für das Couch-Magazin gegeben habe, hat großen Spaß gemacht. Auch selbst an vielen Workshops teilnehmen ist ein großer Plan, zu schauen, wie es andere machen und daraus zu lernen.

    Geduldig sein und Durststrecken aushalten
    Auch 2020 wird es sicherlich Tage und Wochen geben an denen wenig voran geht. Sehr schwer auszuhalten für mich und oft kann daraus eine Kreativitäts-Blockade entstehen, wobei man in einer Flaute ja gerade die Zeit hätte, neue Dinge zu schaffen. Ich habe mir für 2020 vorgenommen solche Phasen noch besser aushalten zu können. Die Zähne zusammenzubeißen und neue Projekte voranzutreiben und nicht schlaflos mit Existenzangst nachts im Bett zu liegen. Denn das bringt mich schließlich auch nicht weiter.

    Weniger aufschieben
    Ich bin die Meisterin der Prokrastination. Sehr produktiv mit Dingen, die ich gerne tue. Steuern und Artztermine gehören nicht dazu. Kein schönes Thema, aber das muss besser werden. Zum Glück habe ich da jemanden an meiner Seite, der mir da regelmäßig in den Hintern tritt ;)

    Durchatmen
    Und neben all dem Elan und den großen Plänen gilt es durchzuatmen und sich Auszeiten zu nehmen. Lange Spaziergänge, wieder Yoga machen, Zeit zu viert, Zeit als Paar, viel mit den Kindern zusammensein und Freundinnenwochenenden sollen 2020 ebenso eine große Rolle spielen. Denn nur dadurch schöpft man die Energie, die man für seine Visionen braucht.

    Fotocredit: Ling Khor

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    Designhotels, Unterwegs

    4 Tage im Allgäu
    Kurzurlaub mit Kindern

    [Werbung | Pressereise]

    Es ist Sonntag, 5 Uhr morgens. Ella und ich sitzen am Küchentisch und sie futtert genüsslich aufgeweichte Cornflakes in sich hinein. Ich versuche gerade meine 14 Monate alte Tochter abzustillen, weil ich nachts einfach nicht mehr zum Schlafen kam. Es klappt einigermaßen. Die Folge ist aber: Früh aufstehen, denn das Kind hat Hunger.
    Nicht schlimm, denke ich. Dann packe ich einfach schon mal fertig für unseren 4-Tages-Tripp ins Allgäu. Noch genug Zeit, um früh wegzukommen. Im Hotel kann man sogar am Anreisetag das Frühstück und das Mittagessen genießen. Das wäre ja toll, wenn wir das schaffen würden.
    Es soll Schnee geben und in einem schönen Hotel will man beim Abendessen nicht unbedingt mit der alten Jeans erscheinen. Es gibt also eine Menge zum Packen. 
    4 Stunden später. Ich packe immer noch und bin längst noch nicht fertig. Spätestens jetzt bin ich urlaubsreif. Ich verreise so gern. Wenn nicht dieses verdammte Packen wäre!

    Wir sind im Allgäu angekommen. 15 Uhr, zumindest rechtzeitig zu Kaffee und Kuchen. Das Örtchen Balderschwang liegt auf über 1000 Meter Höhe und zwei Tage zuvor hat es geschneit. Ich bin froh, dass wir die gesamte Winterausrüstung dabei haben.
    Das familiengeführte Hotel Hubertus empfängt uns herzlich und wir genießen erstmal das leckere Gebäck bevor wir uns im Hotel umsehen. Alles ist sehr heimelig gestaltet. Im alpinen Stil mit vielen Hirschgeweihen und warmem Holz.

    Das Hotel hat Anfang 2019 einen schweren Schicksalsschlag hinter sich. Im Januar diesen Jahres landete eine Lawine auf den Außenpool und den SPA-Bereich des Hotels. Die Gäste mussten noch am selben Tag alle abreisen, das Hotel blieb 9 Wochen geschlossen. Der absolute Schockzustand. Aber Familie Traubel und ihr Team ließen sich von der Naturgewalt nicht unterkriegen. In kürzester Zeit entwickelten sie ein neues Hotelkonzept … eine Art Übergangs-Idee, bis die Lawinenspuren restlos beseitigt werden: Das Hubertus »unplugged« – ihr Hotel mit dem gewohnten guten Service und toller Küche, aber mit einem abgespeckten SPA-Bereich, zu einem reduzierten Preis. Die Hotelfamilie war sehr gespannt, wie vor allem die Stammgäste das Übergangs-Konzept annehmen würden und der Sprung ins kalte Wasser war ein voller Erfolg: Die Gäste blieben nach dem Unglück nicht fern, sondern wussten die Qualität des Hotels zu schätzen und nahmen die Unplugged-Version gerne an. 

    Wir hätten eigentlich den ganzen Tag im Hotel bleiben können. Nicht nur wegen der tollen Vollpension. Das Hotel bietet neben den SPA-Behandlungen ein Tagesprogramm, das sich wirklich sehen lassen kann: Yoga am Morgen und am Nachmittag, geführte Wanderungen mit Herrn Traubel Senior, ein Einblick in die Traubels Speis mit kulinarischen Köstlichkeiten aus der Region, ein Vortrag über Tee oder ein Pralinen-Kurs. Immer wieder sind wechselnde, interessante Gäste mit Vorträgen und Workshops im Haus.

    Wir hatten die Möglichkeit Ulla Konold zu treffen. Sie ist Geschichtenerzählerin und regelmäßig beim Hubertus zu Gast. Ich hatte ein kurzes, aber sehr interessantes Gespräch mit ihr über Märchen und KInder, was mir sehr im Gedächtnis geblieben ist. Ich erzählte von meiner Scheu meinen Kindern Märchen zu erzählen, die oft brutal und angsteinflößend auf mich wirken. Sie antwortete: „Zeigen Sie ihren Kindern keine Bilder dazu. Auf keinen Fall Filme, auch keine Märchen-Bilderbücher. Konzentrieren Sie sich komplett auf die Erzählung und lassen Sie ihre Kinder selbst die Bilder im Kopf entstehen. Kinder haben eine völlig andere Wahrnehmung von gut und böse, häßlich und schön. Sie haben gar nicht das visuelle Gedächtnis wie Erwachsene, sondern stellen sich die Figuren völlig anders vor“ Ich sehe Märchen seit dem mit einem anderen Augen …

    Die Umgebung vom Hotel ist einfach zu schön, um sie nicht zu erkunden. Wir hatten großes Glück mit dem Wetter und waren im Allgäu und im angrenzenden Vorarlberg unterwegs. Folgende Ausflugstipps in der Umgebung möchte ich Euch noch weitergeben, falls Ihr demnächst in der Gegend seid:

    BUS:STOP Krumbach
    Architekten aus 7 verschiedenen Ländern haben in Krumbach Bushaltestellen gestaltet. Ein einzigartiges Architekturprojekt, das den kleinen Ort im Bregenzerwald gehörig belebt hat.
    Eine wurde mit den für die Region typischen Schindeln gestaltet, eine andere schaut aus wie ein riesiges gefaltetes Stück Papier. Wir haben beim japanischen Entwurf von Sou Fujimoto Halt gemacht. Einer Skulptur, die aus einem Wald dünner Stahlstangen besteht, mit einer Treppe zum Hinaufsteigen, von deren höchstem Punkt man die umliegende Natur betrachten kann.

    Georunde Rindberg
    Eigentlich wollten wir nur das benachbarte Käsedorf Sibratsgfäll besuchen und haben rein zufällig die Georunde entdeckt. 1999 hat den kleinen Berg eine gewaltige Erdbewegung getroffen: Auf einer rund 1,6 qm großen Fläche setzten sich die Berghänge der Parzelle Rindberg unaufhaltsam in Bewegung, manche der 18 Bauwerke rutschten bis zu 240 Meter den Berg hinunter. Um dieses unglaubliche Naturereignis zu visualisieren, ist die „Georunde“ entstanden. Mit eindrücklichen, abstrahierten Architekturbauten werden die Entfernungen des Rutsches aufgezeichnet. Eine Wanderung, die man auch gut mit einem Vierjährigen bewerkstelligen kann. Vor allem wenn man als Motivation immer einen nächsten Wanderstop anbieten kann, wo das Kind neue Dinge erfahren kann.

    A propos kleine Wanderung mit Stationen. Das funktioniert bei uns tatsächlich am Allerbesten.Auch gleich gegenüber dem Hotel Hubertus in Balderschwang gab es einen kleinen Naturpfad, mit Erlebnisstationen. Auch die Runde haben wir geschafft.

    Oberstaufen
    Mich erinnert das Kurstädtchen ein bisschen an Kitzbühel muss ich sagen. Viele ältere sehr gutsituierte Menschen, die es sich dort gut gehen lassen. Vielleicht sind wir da nicht ganz die Zielgruppe mit zwei Kindern, ein Besuch des Ortes kann ich aber trotzdem empfehlen. Vor allem einen Besuch des „Blauen Hauses“. Ein blaues Schwedenhaus voll mit schönen Dingen und einem dazugehörigen Kaffee mit tollen Kuchen und leckerem italienischem Kaffee. Im Sommer gibt es einen süßen Café-Garten, der zum Verweilen einlädt.

    Bei der Reise ins Allgäu handelt es sich um eine Pressereise. Ein Teil des Aufenthalts wurde vom Hotel Hubertus übernommen. Vielen Dank dafür.

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    Unterwegs

    Ein Haus am Traunsee
    Urlaub mit Freunden

    Mit Freunden in den Urlaub fahren ist ja so eine Sache. Vor allem, wenn alle Kinder haben. Man ist mehrere Tage auf engstem Raum, oft 24 h zusammen. Es treffen unterschiedliche Schlafgewohnheiten, Lebensrythmen, Essenvorlieben und Vorstellungen über Kindererziehung aufeinander. So ein temporäres Zusammenleben ist ganz anders, wie wenn man sich mal am Wochenende trifft und nach wenigen Stunden wieder getrennte Wege geht. Viele wagen deshalb dieses Experiment nicht.

    Wir praktizieren dieses Wagnis aber schon seit einigen Jahren. 6 Erwachsene, 3 Studienfreunde und inzwischen 5 Kinder. Was ein Glück. Denn wir sind inzwischen ein so eingespieltes Team, dass vom ersten Urlaubstag an eine Grundentspannung eintritt, die alle Ferientage anhält und uns ganz melancholisch macht, wenn die gemeinsamen Tage dann wieder vorbei sind.

    Ein Ferienhaus auf Ibiza (noch ohne Kinder) oder Feriendomizile in Südfrankreich – wir haben schon einiges gemeinsam geplant. Letztes Jahr ging es mit zwei Hochschwangeren ins nahe Österreich an den malerischen Traunsee. Dieses Jahr haben wir es leider nicht geschafft, denn das Leben hatte anderes im Sinn. Ich möchte aber diesen Blogpost zum Anlass nehmen, um mich schon auf einen gemeinsamen Urlaub im nächsten Jahr zu freuen!

    Das Architekten-Haus am Traunsee war perfekt für uns: 3 Doppelzimmer mit Platz für die Kinder, eine große Blumenwiese mit Blick auf die Alpen und den Bergsee vor der Haustüre. Sogar einen eigenen Seezugang gab es. Das Haus, minimalistisch, bis ins kleinste Detail geplant, mit viel warmem Holz, trug einen großen Teil dazu bei, dass wir so entspannte Tage hatten. Klare Formen, Weitblick auf den See, einfach traumhaft.

    Wir waren mit dem Auto angereist. Haben zwei Großeinkäufe in der Woche für unsere Verpflegung gemacht und waren ansonsten viel im Haus und dem dazugehörigen Garten. Das süße Dorf Traunkirchen ist in Laufnähe der Ferienlofts. Auch die Stadt Gmunden hat uns trotz Regen gut gefallen und der für mich allerschönste Wildpark in Grünau war sicherlich ein Highlight. Aber vieles haben wir auch nicht geschafft, zum Beispiel die Wanderungen im Salzkammergut. Grund genug hier mal wieder vorbei zu schauen! Und wenn ihr jetzt auch auf den Geschmack gekommen seid: Es gibt auch einzelne Wohnungen zu mieten, falls euch ein ganzes Haus zu groß ist.

    SEE 31, Ferienlofts am Traunsee
    Seestraße 31, 4801 Traunkirchen, Österreich

    Dieser Urlaub wurde selbstbezahlt und ist eine persönliche Empfehlung von uns!

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    Kind und Kegel, Kreatives Kinderzimmer

    Ein Jahr zu viert
    jetzt mal ehrlich

    Dieser Beitrag enthält Werbung

    Ein Jahr zu viert. Um genau zu sein schon 13 Monate, denn Ellas Geburtstag war vor knapp vier Wochen. Wie schon vor dem ersten Kind hab ich mir viele Gedanken gemacht. Wie das so weitergeht, wenn wir dann zu viert sind. Phrasen spukten in meinem Kopf herum, die man immer wieder hört. Sätze die sich – ob man das will oder nicht – einbrennen und hängen bleiben. Einer geht: »Na mit einem Kind könnt ihr das noch machen, aber mit zwei ist das vorbei …« oder dieses »Ein-Kind-ist-kein-Kind« Gerede oder dass es finanziell dann richtig teuer wird.

    Also hab ich mich einerseits sehr auf Ella gefreut und andererseits hatte ich wieder etwas Magen-Grummeln gespürt. Wuppen wir das? Oder wird es jetzt tatsächlich alles anders und wir fahren mit unserem »beide-Selbstständig-und-beide-für-die-Familie-da-Konzept« gegen die Wand. Aus und vorbei. Einer lässt sich dann zur Sicherheit fest anstellen. Geht nicht mehr anders. Eine Work-Life-Balance-Utopie sozusagen.

    Und? Butter bei die Fische? Jetzt mal ehrlich?

    Ne! Leichter wird es nicht. Man wächst an seinen Aufgaben sozusagen. Ja, ich geb zu zwei Kinder ist nochmal eine andere Hausnummer. Großen Respekt an alle Alleinerziehenden da draußen oder Familien mit Kinderschar … ich zieh meinen Hut. Nichts ist anstrengender als einen Sack Flöhe hüten, die sich gerne auch mal Kabbeln und oft unterschiedliche Pläne vom Tag haben.

    Unser Wohnung ist ein Fass ohne Boden. Ständig tun sich neue Baustellen auf. Ella trägt gerade sämtliche Dinge durch die Wohnung, die nicht niet- und nagelfest sind und so findet man ab und an Zahnbürsten in der Küche oder Müsliverpackungen im Bad. Mit unseren Wäschebergen kann man manchmal Wolkenkratzer bauen. Ein Kampf gegen Windmühlen. Maximal einen Tag schaffen wir es, die Wohnung einigermaßen in Schacht zu halten und dann hat wieder einer oder sagen wir lieber zwei kleine Wirbelstürme durch die Zimmer geweht. Klar, wenn das Baby schläft könnte man theoretisch aufräumen, aber ach so, da war ja noch was: die Arbeit! und so sitzt man eher mal im Chaos am Küchentisch oder auf dem Sofa und nutzt die 2-3 Stunden (ja tatsächlich so lang gerade, juhuuu!) um Jobs zu erledigen. 

    Nicht jedermanns Sache und man braucht auch ein bisschen, um sich an diese Situation zu gewöhnen, aber inzwischen schaffe ich es tatsächlich auf den Konzentrier-Knopf zu drücken und loszulegen, sobald Ella schlummert. Und einmal die Woche bekommen wir dann einen Rappel räumen auf wie die Irren.

    Der These, dass viele Sachen mit einem Kind noch gehen und mit zwei gar nicht mehr, kann ich inzwischen widersprechen. Es hat ein paar Monate länger gedauert, dass wir mit beiden Kindern auf »Tour« gegangen sind. Tatsächlich musste es sich etwas eingrooven und wir sind mit Ella als Baby nicht auf so vielen Messen und Veranstaltungen gewesen, wie wir das mit Justus noch gemacht haben. Seit wir an unserem neuen Buch arbeiten, geht es aber oft wieder nicht anders und wir sind ins kalte Wasser gesprungen. Unterwegs mit beiden Kindern. Ich bekomme zwar vor jedem Trip einen kleinen (bis großen) Nervenzusammenbruch – denn das Packen ist für mich immer noch der blanke Horror – aber wenn wir dann endlich zu viert im Auto sitzen, bin ich glücklich. Glücklich dass wir zu viert unterwegs sein können. Und wenn beide Kinder im Auto schlafen bleibt auch endlich Zeit sich mal in Ruhe als Paar zu unterhalten.

    Auch bei Kundenterminen ist mal ein Kind dabei. Das hat uns schon mal einen Auftrag gekostet, weil ein Kunde damit nicht klar kam, obwohl Ella die meiste Zeit vom Meeting friedlich in der Trage geschlummert hat. Ich bin aber fest davon überzeugt, dass da ein Umdenken stattfinden muss und wir das selbst sehr gut abschätzen können, wann wir mit Kind anrücken können und wann das nicht funktioniert. Falls ein Kunde das anders sieht, passen wir vielleicht auch einfach nicht zusammen. 

    Was uns immer wieder sehr hilft, den Alltag zu wuppen ist die Tatsache, dass wir in einem Mehrgenerationenhaus leben. Als wir vor vier Jahren nach Dachau zogen, haben wir sehr der großen Stadt nachgetrauert und es gibt immer wieder Tage, da sehnen wir uns danach zurück, mittendrin zu wohnen. Doch wir wissen es unheimlich zu schätzen, dass wir eine rüstige Uroma und einen Opa im Haus haben, die uns sehr unterstützen. Wir arbeiten viel von zuhause aus, da ist ein „Kannst du mal kurz auf die Kinder aufpassen“ Gold wert, wenn man sich mal schnell beim Kunden melden muss oder Fotos für das neue Buch schießen möchte. Unser Büro ist inzwischen in Fahrrad-Nähe und so lohnt es sich auch mal für 1-2 Stunden dorthin zu fahren, wenn man wirklich seine Ruhe braucht.

    Ich weiß, das klingt jetzt gerade so locker flockig, nach »ich hab alles im Griff«. Stimmt nicht. Es gibt Tage, da geht gar nichts. Da verzweifelt man am kleinsten Hindernis und sitzt heulend am Küchentisch. Doch was ich die letzten Jahre mit Kindern auf jeden Fall gelernt habe: Morgen ist ein neuer Tag. Leg dich hin, versuche zu schlafen und neue Kräfte zu tanken. Mit einem Kaffee (viel Kaffee!) und ein paar Stunden Schlaf schaut die Welt schon wieder anders aus.

    Die Bilder, die ihr bei diesem Post seht, sind in unserem temporären Fotostudio entstanden, das wir gerade für unser neues Buch installiert haben. Der süße Kinderwagen und die Typo-Würfel sind von Sebra und wurden mir freundlicherweise von Flinders zur Verfügung gestellt. Danke für die tolle Kooperation. Die Blüten dazu zu legen, war übrigens Justus’ Idee. Er liebt es zu dekorieren und mit zu werkeln. Es ist wirklich schön zu sehen, dass er versteht, was wir machen und Freude daran findet mitzuwirken. Auch noch so ein Vorteil, wenn man viel zu viert macht.

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    Hochzeit, Hochzeitspapeterie

    Eine Hochzeit
    in der Toskana

    Hochzeitstafel Toskana, Hochzeitsfeier Italien

    Als ich hier vor 10 Jahren anfing zu bloggen, war viel über Hochzeiten zu lesen. Ich hatte mich gerade selbstständig gemacht und war rein zufällig an die Gestaltung von Hochzeitspapeterie geraten. In Festanstellung hatte ich hauptsächlich für große „wichtige“ Firmen gearbeitet und hätte nie gedacht, dass Hochzeiten einen großen Teil meines ersten Einkommens in der Selbstständigkeit einbringen würden.

    Hochzeit Toskana Nimm Platz Hochzeitsausstattung

    Inzwischen sind Hochzeiten für mich Gestaltungsalltag geworden. Aber meist nicht mehr für rein individuelle Hochzeiten, sondern über den Online-Shop Herzlichst, den ich mit meiner Freundin Susanne betreibe. Auf dem Blog sind andere Themen eingezogen: Selbständigkeit mit Kind, Verreisen als Familie, Stadt-Land-Fragen … Themen eben, die meine aktuelle Lebenssituation widerspiegeln. Mein Credo ist nach wie vor „Blog what you love“. Wer einen roten Faden sucht, der kann sicherlich die Liebe für Gestaltung in allen Lebenslagen als diesen erkennen.

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    Kind und Kegel, Portfolio

    Ellas Taufe
    unter freiem Himmel

    Taufeinladung und Willkommenskärtchen Friedenstaube
    Enthält Werbung für unseren Shop

    Unser zweites großes Familienfest stand an. Ella wurde getauft. Wie schon vor drei Jahren bei Justus haben wir uns für eine Open-Air Taufe in meiner Heimatstadt im badischen Mosbach entschieden. Diesmal stand die Taufe unter freiem Himmel etwas auf der Kippe: Nach einer heißen Woche hatte es Samstag auf Sonntag heftig geregnet und wir bibberten, dass der Gottesdienst im Elzpark stattfinden konnte.

    Aber dann war alles perfekt. Bei leicht bedecktem Himmel fand die Feier auf der Wiese statt. Ella wurde direkt mit Wasser aus dem Bach getauft. Der Pfarrer stand mit Trekking-Sandalen knöcheltief im Wasser. Familie und Taufpaten auf den Steinen rechts und links daneben. Wirklich ein besonderes Erlebnis für alle Beteiligten.

    Taufeinladung, Friedenstaube, Taufspruch, Geburtsanzeige
    Die Taufeinladung, der Taufspruch und die integrierte Geburtsanzeige von Ella

    Bei Justus zog sich das Walmotiv als Gestaltungselement durch die Feier, bei Ella war es nun die Friedenstaube, denn was ist wohl ein wichtigeres Symbol in der heutigen Zeit? Ich hatte diesmal auch eine kleine Geburtsanzeige mit dem Taufspruch auf der Rückseite als Einzelkarte verschickt, denn in all dem Trubel hatte ich es noch nicht geschafft gesondert eine Geburtsanzeige zu versenden. Damit die Gäste den Termin immer vor Augen hatten, war der Einladung ein Kühlschrankmagnet beigelegt.

    Den Taufspruch hatten wir über den Taufspruch-Generator der evangelischen Kirche gefunden, eine sehr schöne Möglichkeit auch Sprüche zu finden, die nicht so bekannt sind. Man gibt dort Begriffe ein, die einem für den Täufling wichtig sind und kann dann zwischen verschiedenen Versen wählen, die in vier verschiedenen Versionen dargestellt werden.

    Die Taufe fand unter freiem Himmel im Elzbach statt.
    Ella und ich mit einer ihrer zwei großartigen Taufpatinnen.

    Wir haben diesmal in einem wunderschönen Landgasthof in einem Dorf in der Nähe gefeiert. Wer hier mitliest und vielleicht auch gerade eine Hochzeitslocation sucht: Das Restaurant „Zum Ochsen“ hat auch eine Scheune die für größere Feste gemietet werden kann.

    Schon bei Justus haben selbstgepflückte Wiesenblumen die Tische geschmückt. Diesmal bin ich mit Justus losgezogen, denn er liebt Blumen pflücken und wir haben hauptsächlich weiße und lila Blumen gesammelt. Hinzu kamen dann noch Sonnenblumen vom Blumenfeld. Auf die Einmachgläser, die als Vasen dienten, habe ich grafische Elemente aus der Einladung in Wachs geklebt.

    Als kleines Geschenk zur Erinnerung an das schöne Fest gab es kleine Holzanhänger mit der Friedenstaube, die Gregor, Justus und ich gefräst und gebastelt hatten.

    Eine Taufe vorzubereiten hält sich natürlich in Grenzen, wenn man es mit einer Hochzeitsvorbereitung vergleicht. Trotzdem gibt es einiges zu beachten und eine kleine Checkliste zur Taufe kann sehr hilfreich sein. Deshalb habe ich Euch wieder ein Dokument erstellt, das Ihr hier herunterladen könnt.

    Die Papeterie zur Feier könnt Ihr übrigens inzwischen auch in unserem Herzlichst-Shop erwerben. Wir haben dort die Einladung, die Menükarte und auch eine Karte zur Geburt zum Personalisieren gestaltet. Auch eine Wimpelkette zum Selberbasteln könnt Ihr dort erwerben.

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    Unterwegs

    Unterwegs in
    Nordfriesland

    Urlaub in Nordfriesland mit Kind

    Habt ihr schon Sommerferien? In Bayern ist es ja noch etwas hin. Zudem genießen wir mit Kindergartenkind momentan noch die Möglichkeit außerhalb der Schulferien zu verreisen und haben es kurz vor den Pfingstferien auch tatsächlich geschafft: Uns hat es nach Nordfriesland in die Nähe von St Peter Ording verschlagen. Endlich! Denn schon letztes Jahr träumte ich von der steifen Brise an der See. Hochschwanger war die Fahrt aber einfach zu lang.

    Die Ferienwohnung hatte ich wieder über Airbnb gebucht. „Das kleine Glück“ stach mir gleich ins Auge. Liebevoll eingerichtet, sogar mit Sauna zum Entspannen. Als wir nach Zwischenstopps in Haltern am See (tolle Jugendherberge!) und Wilhelmshaven schließlich dort ankamen, war es tatsächlich noch schöner als auf den Fotos.

    Wie die Pfahlbauten am Nordseestrand.
    Das Hochbett war ein absolutes Highlight.

    Zwischen Kuh- und Schafweiden eingerahmt, mit einem alten Baumbestand lag das Glück. Das „Große Glück“ (die größere Ferienwohnung im Haus) war frei. So durften wir eine Woche lang das schöne Reetdachhaus alleine bewohnen. Wir genossen den tollen Garten, die Jungs besuchten täglich die Sauna und vor unserem Panorama-Fenster besuchten uns so allerlei Tiere. Sogar ein Auerhahn schaute vorbei. Idylle pur. Unsere Gastgeber Martje und Olaf hatten unter anderem den tollen „Wochenender„-Reiseführer für die Gäste hinterlegt. Mithilfe diesem wunderschön gestalteten Ratgeber erkundeten wir die Gegend und wären eigentlich gerne noch eine Woche länger geblieben. Hier sind unsere TOP 5 unserer Woche auf der Halbinsel Eiderstedt:

    Tönning Hafen und Wattmuseum
    Tönning war für uns mit dem Auto in knapp 10 Minuten zu erreichen. Das kleine Städtchen mit dem malerischen Hafen lädt zum Verweilen ein. Das Multimar Wattmuseum ist wirklich einen Besuch wert. Ihr findet dort allerhand Wissenswertes über das Wattenmeer, ein riesiges Aquarium und einen tollen Spielplatz.

    Die Strände von St Peter Ording
    Keine Frage: Deswegen wollten wir nach Nordfriesland. Denn der breite Sandstrand von St Peter Ording ist einfach unbeschreiblich schön. Wir empfehlen den Abschnitt Süd: Der ist nicht so überlaufen wie „Bad“ und die umliegende Architektur ist auch nicht so verbaut. Auch schön: Der Strand vorm Stadtteil „St Peter Dorf“ Da ist es aber eher grün. Wir waren erst etwas enttäuscht, weil wir eigentlich auch Sandstrand erwartet hatten, direkt Wiese am Meer hat aber auch was!

    E-Bootfahren und bummeln Friedrichstadt
    Das kleine Städtchen nennt sich auch Holländerstadt. Denn durch den Ort ziehen sich mehrere Grachten, die man auch mit einem Ausflugsschiff zur Stadtrundfahrt befahren kann. Wir haben uns ein eigenes E-Boot geleistet und Friedrichstadt selbst zu erkunden und hatten eine Menge Spaß. Auch wenn ein bisschen Fahrgeschick gefragt ist, wenn einem ein riesen Boot voller Rentner entgegenkommt.

    Tetenbüll Schafskäserei und Haus Peters
    Unser Haus lag bei Tetenbüll einem kleinen Dorf mitten auf Eiderstedt. Zu empfehlen ist dort die Schafskäserei mit allerlei Leckereien. Zudem findet sich in dem malerischen Dorf ein alter Kramerladen, „Das Haus Peters“ welches inzwischen ein Museum ist.

    Leuchtturm Westhever
    Den kennt ihr vielleicht, auch wenn ihr noch nie in Nordfriesland ward. Denn es ist der Vorzeige-Leuchtturm überhaupt. Rot-Weiß geringelt mit zwei kleinen Häuschen jeweils rechts und links. Es führt ein 2 Kilometer langer Spazierweg über den Deich dorthin. Da waren wir froh, dass wir unseren Anhänger dabei hatten. Und ein kleines Picknick. Denn Verköstigungen gibt es am Leuchtturm nicht.

    Dank dem tollen Wochenender weiß ich auch, dass es noch viel mehr zu entdecken gibt, was wir gar nicht mehr geschafft haben. Mal einen Tag nach Husum oder die vielen süßen Cafés besuchen, die sich auf der Halbinsel verteilen. Oder was sich auch toll angehört hat: Der Mars-Skipper-Hof, ganz viel zum Mitmachen für Kinder. Aber das war ja nicht das letzte Mal im hohen Norden. Wir kommen sicherlich ganz bald wieder.

     

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    Portfolio, Unterwegs, Wohnlich

    Das MorgÆn Café
    in Wilhelmshaven

    Wir waren die letzten beiden Wochen im Norden unterwegs. Bevor wir eine Woche in Eiderstedt verbracht haben (dazu mehr in einem gesonderten Blogbericht), haben wir Heike und Daniel in Wilhelmshaven besucht. Heike kenn ich jetzt schon einige Jahre. Über eine Empfehlung einer Freundin kamen wir zusammen: Heike und Daniel haben das Frühstückshotel von Heikes Eltern übernommen und ich durfte vor 5 Jahren das Corporate Design dazu liefern.

    Gregor und ich haben immer mal wieder bei den beiden vorbeigeschaut und so ist eine Freundschaft entstanden. Vor zwei Jahren haben die beiden beschlossen den Frühstücksraum des Hotels in ein Café umzubauen, das auch für Nicht-Hotelgäste zugänglich ist.  

    Auch hier durfte ich wieder grafisch unterstützen. Entstanden ist das Morgaen: Ein Café mit leckerem Frühstücksbuffet mit vielen veganen Gerichten, grandiosen Lunch-Bowls und bestem Kaffee. Neben dem tollen Essen, gibt es auch immer wieder Wohnzimmer-Konzerte und Abendveranstaltungen. 

    Falls ihr mal im hohen Norden seid, schaut unbedingt vorbei. Aber am besten vorher reservieren, denn es kann voll werden. Ich freue mich total für Heike und Daniel, dass das Café so gut in Wilhelmshaven ankommt.

    Frühstückshotel Fürstenwerth
    T 04421-21668
    info@hotel-fuerstenwerth.de
    www.hotel-fuerstenwerth.de

    MORGÆN Café
    Marktstraße 95, 26382 Wilhelmshaven

    Café in Wilhelmshaven

    Auch auf Events und Veranstaltungen in und um Wilhelmshaven könnt Ihr das Team vom Morgaen Café antreffen. Es gibt inzwischen auch eine mobilen Stand :)

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    Kind und Kegel

    Alltagskram
    Wir Vier

    Dieser Text liegt schon ein paar Wochen in der Blogschublade. Aber den Muttertag finde ich einen guten Anlass, Euch mal unseren Alltagskram zu präsentieren … und sicherlich sieht dieser Rhythmus dann in ein paar Wochen schon wieder ganz anders aus. Denn wer Kinder hat, weiß dass sich so was ständig ändert, auch wenn man denkt man hat gerade seinen „Flow“ gefunden.

    Hinter die Kulissen von anderen Leuten schauen mag ich. Deshalb gibt es heute mal Alltagskram von uns: So schaut ein gewöhnlicher Tag bei uns aus: Wir wachen um sieben auf. Für gewöhnlich ohne Wecker, denn auf die innere Uhr unseres inzwischen 7 Monate alten Babys ist verlass. Ab ins Bad, waschen, Zähne putzen… Mit Krokodilen und Eidechsen den 3-Jährigen anziehen, (denn nichts funktioniert besser als mit Geschichtenerzählerei) viel Geduld haben und sich wie über einen 6-er im Lotto freuen, wenn das Kindergarten-Kind in voller Montur und möglichst wenig Zwischenrunden das Badezimmer verlässt. Das Baby ist dieses morgendliche Spektakel zum Glück schon gewohnt. Liegt quietschvergnügt am Boden auf der Wickelablage und beobachtet fuchtelnd und voller Bewunderung für den großen Bruder das Anzieh-Prozedere.

    Dann vielleicht Frühstück für alle. Meist aber nur für die Eltern. Denn der Große hat meist noch nicht so viel Hunger am Morgen. Überredungskünste und die tollsten Frühstückszutaten helfen da leider auch nicht weiter. Die Kleine sitzt noch immer quietschvergnügt in ihrer Babyschale. Zwischendurch versucht sie krampfhaft sich aufzusetzen. Nur noch wenige Situps bis zum richtigen Sitzen. Für uns: Erstmal Kaffee. Die erste Zeit nach der Geburt habe ich den Tag dank Stillhormone noch ohne Koffein geschafft. Wie das gehen soll, kann ich mir momentan gar nicht mehr vorstellen.

    Die Jungs verlassen das Haus. Mal mit großen Drama, manchmal freudig und ohne Diskussionen. Tagesform eben. Besondere Ereignisse wie Turntag, Fasching oder Geburtstage helfen da sehr bei der Motivation ohne großes Gedöns ins Auto zu steigen. Oder noch ein kurzer Besuch bei Uri im ersten Stock. Es lebe das Mehrgenerationenhaus.

    Ruhe nach dem Morgensturm. Wir zwei Mädels sitzen noch kurz am Frühstückstisch, ich nehme noch einen Schluck von meinem Kaffee. An manchen Tagen spring ich samt Baby ins Bad, um mich fertig zu machen. An manchen Tagen ist die Kleine schon wieder so müde und hungrig, dass es Zeit für einen Schlummerdrunk ist. Schläft das Baby, heißt es schnell zurück in die Küche, Frühstückstisch abräumen und Rechner aufklappen. Zeit für Mails und Jobs nutzen. Noch im Schlafanzug, denn die wertvolle Zeit zum Duschen und anziehen nutzen ist Verschwendung. Das geht auch mit Baby. Die Schlafphasen unserer Tochter sind kurz. Nach spätestens 40 Minuten tönt es aus dem Babyphone. Wir zwei im Bad. Anziehen. Räumen mit Baby auf dem Arm oder schimpfendem Baby, das auf dem Teppich krabbeln übt. Schnell ist elf Uhr, zweite Stillphase. Mit sattem Baby aus dem Haus. Besorgungen machen. Spaziergang durch den Wald. Baby schläft. Beim Spazieren gehen telefoniert es sich am Besten. Oft rede ich mit Susanne über Herzlichst. Viele neue Ideen. Zu wenig Zeit um sie umzusetzen. Susanne meint die Zeit kommt wieder. Sie hat bestimmt recht.

    Unser Vormittag zu zweit ist zu Ende. Ums eins kommen die Jungs aus Büro und Kindergarten zurück. Gemeinsames essen. Das Baby liebt Brei. Eine wahre Freude sie zu füttern. Wieder ein Schälchen geschafft. Bingo. Der große Bruder mag Mittagsessen nach dem Kindergarten nicht so. Eins ist gerade einfach eine blöde Zeit. Viel zu müde. Auch fürs Lieblingsessen. Tricks wie Kinderessen kochen funktonieren dann leider auch nicht. Viel besser: Milchflasche auf dem Sofa. Wann unser KInd wohl von dieser Droge loskommt? Wann isst das Kind endlich mal vernünftig? Momentan bin ich einfach zu müde, um mir deswegen Gedanken zu machen. Ich vermute die Phase wird einfach irgendwann vorbei sein. Wie das mit den Windeln auch. Von einem Tag auf den anderen und man hat sich unnötig deswegen den Kopf zerbrochen.

    Unsere Nachmittage sind wetter- und programmbedingt recht unterschiedlich. Oft verbringen die Jungs die Zeit in der Werkstatt. Gregor baut an neuen Entwürfen und Aufträgen und Justus baut auch. Oder Spielprogramm für beide Kinder, wobei ich da das Gefühl habe, dass das Baby da oft etwas zu kurz kommt, denn ein 3-Jähriger verlangt die volle Aufmerksamkeit. Gerade wenn man merkt, dass das Baby eigentlich müde ist und der große Bruder natürlich ungern ruhig im Bett daneben liegt, bis die Schwester eingeschlafen ist. Es gibt so Tage da funktioniert das gar nicht, da dreht man innerlich (und irgendwann auch für alle sichtbar) völlig durch. Fremdbestimmung komplett. Und dann gibt es so Tage, da läuft es reibungslos. Mama und Sohn schleichen sich vorsichtig aus dem Schlafzimmer heraus, um Zeit zu zweit zu verbringen. Ein Leben mit Kindern fühlt sich manchmal an wie ein Leben voller Lottogewinne. 

    Wir leben in Gregors Elternhaus. Zu unserem Umzug vor drei Jahren gab es hier und hier schon was zu lesen. Uri ganz unten, in der Mitte Opa und oben wir. Inzwischen weiß ich das sehr zu schätzen. Justus bewegt sich frei im Haus, besucht mal hier mal da. Das bedeutet auch mal eine halbe Stunde für uns. Bedeutet aber auch, das man es eher weniger unter Kontrolle hat, wo sich das große Kind so rumtreibt, was es isst und tut. Selbstbestimmter 3-Jähriger. Segen und Fluch zugleich.

    18 Uhr Abendbrot. Oder manchmal sogar lieber früher. Denn später ist Justus wieder zu müde und die Essendiskussion fängt wieder an. Je früher, desto hungriger. Das Baby ist schon hundemüde und muss ins Bett. Da werd ich dann manchmal hektisch, wenn ich merke, dass die Stimmung kippt und ich mich nicht vollkommen um die Kleine kümmern kann, sondern eher um die Launenhaftigkeit des Großen. Aber meist klappt alles gut. Kindersendung für den großen Bruder (bei uns gibt es Kurzfilme aus der „Sendung mit der Maus“ oder „Löwenzähnchen“), Stillen für die Kleine. Ruhe kehrt ein. Seit es keinen Mittagsschlaf für das Kindergartenkind mehr gibt, ist spätestens ab 20 Uhr Elternzeit.

    Elternzeit. Manchmal wir beide auf dem Sofa. Meistens wir beide mit dem Rechner. Anderen Paaren wird das vielleicht etwas komisch vorkommen, aber wir freuen uns darauf: Endlich mal eine Stunde den eigenen Ideen nachgehen können. Ich liebe das Mama-Sein, aber ich liebe es ebenso meine Projekte voranzutreiben. Mit diesem Adrenalin und etwas Schokoloade, bekommt man auch noch trotz wenig Schlaf ein bisschen was hin. Wir haben uns dazu entschlossen diesmal alles komplett zu teilen. Mir ist das wichtig, auch wenn ich manchmal innerlich fluche und ab und an auch in Tränen ausbreche, da ich Angst habe eine Abgabe nicht zu schaffen. Wenn es aber dann vom Tisch ist, freue ich mich auf die nächste Aufgabe, bin stolz und genieße kurz. 

    Spätestens um halb zwölf ist bei mir dann wirklich Schicht. Jede Minute, die ich länger wach bleibt spüre ich am nächsten Tag. Nachts durchschlafen ist nämlich momentan noch nicht. Vielleicht in der nächsten Phase?

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