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Weitblick

    Achtsamkeit

    Hallo 2020.
    Ich glaube du wirst aufregend.

    Studio Faubel, Julia Romeiss und Gregor Faubel

    2020. Hattet ihr einen guten Start? Ich habe schon jetzt im Gefühl, dass das ein sehr aufregendes Jahr wird. Nächste Woche starten wir mit Ellas Krippeneingewöhnung. Ich bin traurig, dass die Babyzeit für uns dann irgendwie vorbei ist, aber ich freue mich auch, regelmäßig wieder mehr arbeiten zu können und das nicht nur zur nächtlichen Stunde. Auch habe ich einiges vor mit dem Blog. Der dieses Jahr sage und schreibe seinen 10. Geburtstag feiert.

    Ich habe mir die letzten Tage viel Gedanken über die kommenden Wochen gemacht, über Vorsätze und was meine und unsere Pläne sind. Wie jedes Jahr möchte ich die Gedanken an dieser Stelle zusammenfassen und bin gespannt, was ich am Ende dieses Jahres dazu sagen werde, wenn ich diese Zeilen noch einmal lese. Außerdem möchte ich von euch erfahren: Wie sind eure Pläne so? In welcher Phase steckt ihr gerade und was erwartet ihr von 2020?

    Umbruch und Weiterentwicklung
    Die nächsten Wochen werden also voll des Umbruchs sein. Ich werde wieder mehr im Büro sitzen, es sei denn Ella gefällt es in der Krippe. Doch ich bin sehr zuversichtlich. Sie kommt in die gleiche Krippen-Gruppe in der Justus angefangen hat und die Erzieherinnen mögen wir sehr. So ist trotz der Wehmut, auch ein beruhigendes Gefühl dabei, dass Ella gut aufgehoben ist. Wir haben uns für eine private Krippe entschieden, was natürlich erstmal auch einen größeren Batzen Geld bedeutet, der irgendwie erwirtschaftet werden muss. Ein Punkt vor dem ich momentan noch eine recht großen Respekt habe. Ich weiß aber auch, dass es die letzten 10 Jahre (denn ich bin 2020 auch 10 Jahre selbstständig!) immer irgendwie gut ausgegangen ist. Auftragsflauten, Steuernachzahlungen und Babypausen. Selbstständigkeit bedeutet nicht immer konsequenter Erfolg und stetiges Wachstum. Wir hatten immer wieder Rückschläge, die uns vielleicht auch mal in kleine Sinneskrisen gebracht haben, aber aus denen wir immer wieder zuversichtlich aufgetaucht sind. Mit etwas Demut zwar, aber das ist ja nicht das Schlechteste. So wird es 2020 auch wieder sein. Da bin ich mir ganz sicher. Und dass wir auf dem richtigen Weg sind sowieso.

    Wind machen
    Was ich auch sagen kann: Es macht keinen Sinn, in Perfektionismus zu sterben, die Dinge bis ins kleinste Detail zu verkopfen und dabei im stillen Kämmerlein zu sitzen. Zu warten, dass etwas passiert, dass tolle Aufträge von selbst angeschwommen kommen und der Traum-Kunde einfach so an die Tür klopft. Deshalb heißt es für mich 2020 auch: Mehr auf mich aufmerksam machen. Auch wenn das manchmal bedeutet aus der eigenen Komfort-Zone zu treten. Dinge umsetzen und diese präsentieren, auch wenn ich es noch viel besser machen könnte. Denn Zeit wird trotz Kinderbetreuung Mangelware bleiben. 

    Social Media sinnvoll nutzen
    Ich nutze gerne meine Social-Media-Kanäle, habe aber immer wieder Durstphasen, in denen ich sehr Posting-faul bin und mich lieber passiv bedudeln lasse. Danach bleibt immer das Gefühl, dass andere so viel fleißiger sind und man selbst viel mehr schaffen könnte. Auch da möchte ich mehr an mir arbeiten. Mich mehr zeigen, mehr Instagram-Stories drehen, auch wenn das nicht mein Lieblingsgebiet ist und ich mich damit immer noch etwas unsicher fühle, selbst in die Kamera zu sprechen.

    Trotzdem möchte ich nicht komplett im Social-Media-Wahnsinn versinken. Stundenlang in mein Smartphone zu starren ist keine Lösung. Für mich ist das ein echter Kreativitäts-Killer! Lieber selbst kreiieren, Mehrwert schaffen, mich mit anderen austauschen und auf Accounts fokussieren, die mir helfen, mich persönlich weiterzuentwickeln.

    Feiern
    2020 wird viel gefeiert. Denn nicht nur mein Blog hat Jubiläum. Ich bin 2020 nun wirklich schon 10 Jahre selbstständig. Und auch ich werde einen runden Geburtstag feiern. 40. Ein bisschen muss ich bei dem Gedanken noch schlucken. Aber ich habe schon des Öfteren gehört, dass die Zeit zwischen 40 und 50 eine ganz besondere ist. Eine Zeit in der man zu sich selbst findet, seine Weg festigt und zu sich selbst stehen kann. Ich finde das klingt gut. Deshalb werde ich diesen Tag auch richtig feiern. Mit Freunden und Familie zusammensein und dieses Jubiläum genießen! 

    Arbeit abgeben
    Ich bin jemand der auch ganz gerne alleine arbeitet. Oder im kleine Kreis, wie mit Gregor als Studio Faubel oder mit Susanne als Herzlichst. Ich mache gerne alles selbst, bevor ich es umständlich einem Dritten erkläre und das Gefühl habe, wertvolle Zeit zu verlieren. Oder ich denke, so könnte ich Geld sparen. Aber das ist sehr kurz gedacht, das weiß ich auch. Ich muss lernen, Arbeit abzugeben. Die Arbeit an unserem neuen Buch hat mir gezeigt, dass gerade in einem großen Team ein großartiges Projekt herauskommen kann und man dabei noch entspannt bleibt. 

    Netzwerken, Workshops und Fortbildung
    In den letzten 10 Jahren, sind mir sehr viele tolle Menschen begegnet, die ähnlich ticken wie ich und die ihren Traum der Selbstständigkeit in die Tat umsetzen. Ich möchte mich 2020 noch viel mehr mit diesen inspirierenden Menschen austauschen und mich mit ihnen vernetzen. Neue gemeinsame Projekte schaffen. Gemeinsame Workshops organisieren. Generell Workshops: Ich glaube, das wird beruflich ein großes Thema für mich. Denn der Workshop, den ich Ende 2019 für das Couch-Magazin gegeben habe, hat großen Spaß gemacht. Auch selbst an vielen Workshops teilnehmen ist ein großer Plan, zu schauen, wie es andere machen und daraus zu lernen.

    Geduldig sein und Durststrecken aushalten
    Auch 2020 wird es sicherlich Tage und Wochen geben an denen wenig voran geht. Sehr schwer auszuhalten für mich und oft kann daraus eine Kreativitäts-Blockade entstehen, wobei man in einer Flaute ja gerade die Zeit hätte, neue Dinge zu schaffen. Ich habe mir für 2020 vorgenommen solche Phasen noch besser aushalten zu können. Die Zähne zusammenzubeißen und neue Projekte voranzutreiben und nicht schlaflos mit Existenzangst nachts im Bett zu liegen. Denn das bringt mich schließlich auch nicht weiter.

    Weniger aufschieben
    Ich bin die Meisterin der Prokrastination. Sehr produktiv mit Dingen, die ich gerne tue. Steuern und Artztermine gehören nicht dazu. Kein schönes Thema, aber das muss besser werden. Zum Glück habe ich da jemanden an meiner Seite, der mir da regelmäßig in den Hintern tritt ;)

    Durchatmen
    Und neben all dem Elan und den großen Plänen gilt es durchzuatmen und sich Auszeiten zu nehmen. Lange Spaziergänge, wieder Yoga machen, Zeit zu viert, Zeit als Paar, viel mit den Kindern zusammensein und Freundinnenwochenenden sollen 2020 ebenso eine große Rolle spielen. Denn nur dadurch schöpft man die Energie, die man für seine Visionen braucht.

    Fotocredit: Ling Khor

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